Open Source Census: Mitmachen und Systeme scannen!

Open-Source-"Volkszählung" gestartet

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Das Projekt "Open Source Census" möchte verlässliche Informationen dazu erheben, wie quelloffene Software in Unternehmen genutzt wird.

Es wurde in der vergangenen Woche von der Open-Source-Management-Firma OpenLogic mit Rückendeckung von unter anderem der Marktforschungsfirma IDC und des Service-Riesen Unisys gestartet, nachdem es bereits im Dezember vergangenen Jahres angekündigt worden war. Im Web ist es unter www.osscensus.org zu finden.

Der OSS-Census-Scanner läuft unauffällig im Hintergrund.
Der OSS-Census-Scanner läuft unauffällig im Hintergrund.

Die Zählung basiert auf dem Software-Tool "OSS Discovery". Dieses überprüft Computer auf bekannte Open-Source-Projekte und übermittelt die Ergebnisse - selbstverständlich anonym - an eine Datenbank bei OpenLogic. OpenLogic hofft, dass nicht nur viele Einzelpersonen, sondern auch Systemverwalter in Unternehmen bei der computerunterstützten Erhebung mitmachen. Bedenkenträgern kommt das Projekt unter anderem damit entgegen, dass Teilnehmer ihre Resultate vor der Übermittlung einsehen können und später die Ergebnisse ihres Unternehmens mit denen anderer Firmen vergleichen können.

Weitere Sponsoren des Open Source Census sind CollabNet, die Open Solutions Alliance, die Open Source Business Foundation, O'Reilly Media und Jim Jagielski, Chairman der Apache Software Foundation. Die Zahl der Scan-Ergebnisse ist derzeit noch überschaubar, vermutlich weil der Test relativ aufwendig ist und viele Endnutzer auch nicht über ausreichende Rechte für Installation und Start von OSS Discovery verfügen.

Wir finden das Projekt trotzdem löblich und würden uns wünschen, dass vor allem viele Admins sich bereitfinden, die Daten ihrer Systeme zu der Statistik beizusteuern. (tc)