ownCloud, Tails & GNOME

Open-Source- und Linux-Rückblick für kw 33

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Der Internet-Browser Mozilla Firefox 40 ist ab sofort verfügbar und schützt vor unerwünschten Downloads.

Es gibt eine erste Testversion des ownCloud Clients 2.0. Raspberry Pi stellt Firmware auf Kernel 4.1 um.

Aktuelle NVIDIA-Treiber lassen sich künftig einfacher unter Ubuntu installieren. Linux-Distribution Tails 1.5 ist verfügbar. Die Fotoverwaltungs-Software digiKam 4.12 ist da.

Firefox 40

Firefox 40 schützt Anwender besser vor unerwünschten Downloads. Die Kacheln schlagen nun Seiten vor, die der Nutzer interessant finden könnte. Firefox schätzt das anhand des Browser-Verlaufs. Bei Hello kann man nun jeder Unterhaltung einen Link spendieren. Dort lässt sich hinterlegen, um was es bei dem Gespräch geht.

Firefox 40 unterstützt Windows 10 offiziell. Allerdings gibt es auch diesmal nur eine 32-Bit-Version für Windows und keine 64-Bit.

Sie können Firefox 40 aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Sie finden dort auch eine Version auf Deutsch. Die Android-Variante gibt es im Google Play Store.

Testversion: ownCloud Client 2.0 (Desktop)

Die Testversion von ownCloud Client 2.0 ist da. Die Software bietet Unterstützung für mehrere Konten. Somit können Sie auf verschiedene Instanzen synchronisieren, sollte das notwendig sein.

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Weiterhin gibt es einen neuen Parameter, der festlegt, wie groß ein Ordner sein darf, damit er automatisch synchronisiert wird. Per Standard steht dieser Schwellenwert auf 500 MByte. Wird dieser Wert überschritten, muss der Anwender für eine Synchronisation zustimmen.

Der Client steht für Linux, Mac OS X und Windows zur Verfügung. Unter Linux heißt die Testversion von ownCloud 2.0 testpilotcloud-client. Somit können Sie die Software parallel zur derzeit stabilen Version installieren.

Raspberry Pi mit Linux-Kernel 4.1

Die Entwickler des Rechen-Winzlings Raspberry Pi haben angekündigt, dass man künftig Linux-Kernel 4.1 als Standard-Firmware einsetzen wird.

Der sogenannte Source Tree ist schon länger verfügbar und Projekte wie zum Beispiel OpenELEC und OSMC nutzen diesen bereits. Wer aktualisieren möchte, kann das mithilfe des Befehls sudo rpi-update tun.

Durch den neuen Kernel unterstützt das Raspberry Pi natürlich mehr Hardware. Gerade im Bereich USB-WLAN-Karten und DVB-Geräte gibt es verbesserte Unterstützung.

Neue Abbilder für Raspbian, der auf Debian basierenden Linux-Distribution für das Raspberry Pi, mit Linux-Kernel 4.1 soll es in naher Zukunft geben.

Aktuelle NVIDIA-Treiber für Ubuntu

Gerade wer unter Linux spielt, möchte häufig den aktuellesten Grafikkartentreiber haben, um das Maximum aus dem Gerät zu holen. Für Ubuntu und Derivate gibt es künftig ein PPA, um die Installation des aktuellen NVIDIA-Treibers zu erleichtern.

Der neueste Treiber für NVIDIA steht für Ubuntu 14.04, 15.04 und 15.10 zur Verfügung. Für Ubuntu 12.04 gibt es ältere Pakete (NVIDIA 346.87).

Wer den nicht haben möchte, kann weiterhin den Treiber aus dem offiziellen Repository verwenden.

Tails 1.5

Tails steht für The Amnesic Incognito Live System und ab sofort gibt es Version 1.5. Die Linux-Distribution leitet per Standard alle Anfragen an das Internet durch das Anonymisier-Netzwerk Tor.

Als sicherer Browser ist Tor Browser 5.0 enthalten, der auf Mozilla Firefox 38esr basiert. Damit können Sie ab sofort nicht mehr auf das LAN zugreifen. Dafür müssen Sie den Unsafe Browser verwenden, den sie im selben Menü finden. Sie finden Tails 1.5 auf der Website des Herstellers.

digiKam 4.12

Die Software für Fotoverwaltung digiKam ist als Version 4.12 verfügbar. digiKam 4.12 ist eine Wartungs-Version und bringt keine Neuerungen mit sich.

Sie können die Software für Windows und Mac OS X, oder als Source Code herunterladen. Diverse Linux-Distributionen bieten digiKam 4.12 in den Repositories oder zum Beispiel als PPA an.