Matchstick mit Firefox OS hat Finanzierungs-Ziel erreicht

Open-Source- und Linux-Rückblick für Kalenderwoche 40

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Der Matchstick ist ein Streaming-Gerät, auf dem Firefox OS läuft. Nach nur zirka 24 Stunden wurde das Finanzierungs-Ziel erreicht.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 40.

Möglicherweise ist Tor bald fester Bestandteil von Firefox. Eine Test-Version von Ubuntu 14.10 steht bereit. KNOPPIX wurde auf 7.4.2 aktualisiert.

Streaming-Stick Matchstick mit Firefox ist finanziert

Der Matchstick ist ein HDMI-Streaming-Stick, ähnlich Google Chromecast. Allerdings basiert der Matchstick auf Mozillas Firefox OS. Via WLAN ist eine Verbindung mit dem Netzwerk möglich. Stecken Sie das Gerät in einen HD-Monitor oder einen HDTV, können Sie Inhalte dorthin streamen.

Der Matchstick ist sowohl Open-Software als auch Open-Hardware. Sie können die Hardware-Pläne kostenlos herunterladen. Das Herzstück ist ein RK 3066 Cortex-A9, Dual-Core 1,2 GHz.

Sobald der Matchstick aktiviert ist, können Sie "Fling" benutzen. Damit lassen sich Anwendungen, Filme, Spiele, Musik und so weiter von einem Computer, iOS oder Android auf den großen Bildschirm "flingen".

Die Kickstarter-Kampagne wurde mit 100.000 US-Dollar angesetzt. Nach zirka 24 Stunden war das Ziel erreicht. Zum Zeitpunkt des Erstellens dieses Beitrags lag der Matchstick bei fast 300.000 US-Dollar.

Gerücht: Tor bald fest in Mozilla Firefox implementiert

Der Leiter des Tor-Projekts ließ durchblicken, dass die Software zum Schutz der Privatsphäre Tor (The Onion Router) bald in einem beliebten Browser implementiert sein wird.

Dass es sich dabei wahrscheinlich um Mozilla Firefox handelt, kann man an den ausgesagten Zahlen erraten. Der Browser soll zirka 20 Prozent Marktanteil haben. Außerdem gefalle Mozilla der Tor-Browser sowieso. Der Tor-Browser ist im Prinzip Mozilla Firefox mit Tor-Button ausgestattet. Der Nutzer soll dann auf einfache Weise Tor aktivieren können. Auch dem Tor-Projekt könnte die Hochzeit nutzen, da es plötzlich wesentlich mehr Tor-Knoten geben könnte.

Ubuntu 14.10 Beta 2 ist bereit

Bisher gab es Ubuntu 14.10 nur als so genannte Daily Builds. Seit der Änderung der Entwicklungs-Strategie seitens Canonical, gibt es nur eine offizielle Beta-Version von Ubuntu und dann die finale Ausgabe. Den Abkömmlingen steht es frei, Alpha- und Beta-Versionen auszugeben.

Ab sofort können Anwender Ubuntu 14.10 "Utopic Unicorn" Beta 2 testen. Sie finden Download-Links in der offiziellen Ankündigung.

Beta-2-Versionen gibt es außerdem für Ubuntu Server, Ubuntu Core und Cloud-Abbilder. Weiterhin stehen neue Test-Versionen für Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu GNOME, UbuntuKylin, Ubuntu Studio und Xubuntu bereit.

Ubuntu 14.10 "Utopic Unicorn" ist keine LTS-Version. Sie wird lediglich neun Monate lang gepflegt. Wer eine länger unterstützte Ubuntu-Variante sucht, kann 14.04 "Trusty Tahr" herunterladen. Diese Variante wird fünf Jahre lang mit Updates versorgt.

KNOPPIX 7.4.2

KNOPPIX hat die Linux-Live-CD ohne Zweifel bekannt gemacht. Ab sofort ist Version 7.4.2 verfügbar. KNOPPIX ist ein Mix aus Debian Stable, Testing und Unstable. Somit wird aktuelle Hardware unterstützt.

Weiterhin hat der Entwickler diverse Software-Pakete aktualisiert. Sie finden unter anderem LibreOffice 4.3.2 und GIMP 2.8.14 in KNOPPIX 7.4.2. Die DVD-Version beinhaltet außerdem einen 64-Bit-Kernel und insgesamt zehn GByte an Software, die auf zirka vier GByte komprimiert wurde. Sie finden weitere Informationen und Download-Links in der offiziellen Ankündigung. (ph)