Die Linux-Woche

Open-Source-Neuigkeiten in KW 16

23.04.2012 | von Jürgen Donauer
Diese Woche wurde eine Beta-Ausgabe von Fedora 17 "Beefy Miracle" veröffentlicht. Linus Torvalds ist mit der Entwicklung von Kernel 3.4 soweit zufrieden.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Linux-Neuerungen in KW 16. Das von Red Hat gesponserte Projekt Fedora hat eine Beta-Ausgabe veröffentlicht und der Entwicklungs-Zyklus geht so langsam aber sicher auf die Zielgerade. Ebenso gibt es die ungeplante Beta-Version von Mageia 3. FreeBSD und FreeNAS sind zwar keine Linux-Distributionen, aber die Ankündigung neuer Versionen fühlt sich in diesem Bericht alles andere als falsch an.

Fedora 17 Beta "Beefy Miracle"

Wenn sich Distributionen wie Fedora mit einer neuen Version langsam auf die Zielgerade begeben, ist das natürlich immer eine große Sache. Ab dieser Version gibt es nur noch kritische Bugfixes, aber das Fundament steht. In Sachen Desktop dürfen sich Anwender über GNOME 3.4 freuen. Die neue Applikation GNOME-boxes gibt Nutzern einfachen Zugriff auf virtuelle Maschinen. Ebenfalls an Bord befindet sich die lang erwartete Bildbearbeitungs-Software GIMP 2.8, die endlich einen Einzelfenster-Modus mit sich bringt. Weitere prominente Änderungen sind Ebenen-Gruppen.

Fedora 17 bringt darüber hinaus eine technische Vorschau von Juno mit sich. Das ist die für Juni erwartete Eclipse SDK. Java 7 und OpenSDK 7 sind Standard in Beefy Miracle. Der primäre Compiler in der Linux-Distribution ist ab sofort GCC 4.7.x und D wurde auf 2.058 aktualisiert. Des Weiteren befinden sich die Programmiersprachen Ruby 1.9.3, PHP 5.4 und Erlang R15 an Bord.

Als Herzstück dient Linux-Kernel 3.3. Somit bringt Fedora 17 Verbesserungen bei den Dateisystemen btrfs und ext4 mit sich. Die Standard-Firewall-Lösung ist Firewalled. Die Dienste-Sammlung für das Aufsetzen von Cloud Computing und einer Storage-Infrastruktur OpenStack wurde auf Ausgabe 2012.1 "Essex" aktualisiert.

Interessierte finden genauere Details in der Funktions-Liste des Projekts. ISO-Abbilder stehen für die Architekturen x86 und x86_64 zur Verfügung. Neben den Installations-Medien gibt es auch Live-CDs für die Geschmacksrichtungen GNOME, KDE, Xfce und LXDE. Sie finden die Download-Links im Entwickler-Bereich des Projekts. Die finale Ausgabe wird laut Plan im Mai 2012 veröffentlicht.

Mageia 2 Beta 3

Die Entwickler des Mandriva-Abkömmlings Mageia haben eine letzte Beta-Ausgabe zur Verfügung gestellt. Beta 3 war zunächst nicht geplant. Allerdings gab es einige Ungereimtheiten und die Macher wollten mit dem Einschub einer weiteren Beta-Ausgabe noch lästige Fehler bereinigen, bevor die Release-Kandidaten erscheinen.

Anwender mit NVIDIA- oder ATI-Grafikkarten könnten noch Probleme haben. Speziell das Verwenden der Live-CDs mit NVIDIA-Hardware hat noch Ecken und Kanten. Man arbeitet an dem Problem und es gibt dazu weitere Informationen auf der Projekseite.

Als Desktop-Umgebungen bringt Mageia 2 Beta 3 KDE 4.8.2 und GOME 3.4.1 mit sich. Weiterhin können sich Anwender zwischen LXDE, Sugar und diversen Fenstermanagern wie Enlightenment 17, IceWM oder OpenBox entscheiden.

Neben Software für den Desktop beinhaltet Mageia 2 natürlich auch Server-Applikationen wie Apache und Postfix. Auf MySQL verzichten die Entwickler komplett und der Fork MariaDB 5.5 ersetzt die Datenbankserver-Software.

Laut Veröffentlichungsnotizen verwendet Mageia 2 Beta 3 Linux-Kernel 3.3.1. Eine große Änderung gegenüber der Vorgänger-Version ist die Verwendung von dracut für das Erstellen von initrds. Mkinitrd ist weiterhin vorhanden, falls es gebraucht wird. Für die Verwendung von systemd ist dracut allerdings Voraussetzung.

In ungefähr zwei Wochen wollen die Entwickler einen ersten Ausgabe-Kandidaten zur Verfügung stellen. Die ISO-Abbilder zur dritten Beta-Version gibt es hier.

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