Interaktive Flüchtlingshilfe - "Arriving in Berlin"

Open-Source-Map für Flüchtlinge

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Das Projekt "Arriving in Berlin" möchte neu ankommenden Flüchtlingen eine Orientierungshilfe bieten - in Form einer interaktiven Open-Source-Map.

Die Flüchtlingskrise beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Oft überwiegen dabei die Negativmeldungen. Das Projekt "Arriving in Berlin" bietet eine willkommene Abwechslung. Mit Unterstützung der Berliner Stadtmission und dem Haus der Kulturen der Welt haben vier Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft mit Hilfe eines Open-Source-Tools eine interaktive Karte von Berlin realisiert.

Das Projekt "Arriving in Berlin" bietet interaktive Unterstützung für Flüchtlinge. Die farblich codierten Icons markieren wichtige Anlaufstellen, beispielsweise Ärzte und Ämter.
Das Projekt "Arriving in Berlin" bietet interaktive Unterstützung für Flüchtlinge. Die farblich codierten Icons markieren wichtige Anlaufstellen, beispielsweise Ärzte und Ämter.

Mapping-Hilfe für Flüchtlinge

Das Ziel des Projekts: Neu ankommende Flüchtlinge sollen sich in Berlin auf Anhieb besser zurecht finden. Denn Tickets für den öffentlichen Nahverkehr, medizinische Versorgung und Unterbringung gehören nach ihrer Ankunft zu den größten Sorgen der Flüchtlinge wie die vier Macher der Karte aus eigener Erfahrung wissen. Die in drei Sprachen (Englisch, Arabisch, Farsi) verfügbare Map bietet deshalb eine farblich codierte Übersicht über alle wichtigen Anlaufstellen für Geflüchtete. Dazu gehören neben sprachkundigen Ärzten, Polizei und Ämtern zum Beispiel auch Bibliotheken mit kostenlosem WLAN-Zugang und sonstige Bildungsinstitutionen wie Volkshochschulen. Auf ein Verzeichnis aller Wohnunterkünfte für Flüchtlinge haben die Macher von "Arriving in Berlin" dagegen bewusst verzichtet - nach eigener Aussage, um diese nicht der Gefahr eines Anschlages auszusetzen.

Am Projekt "Arriving in Berlin" kann sich Jedermann beteiligen. Wer Informationen besitzt, die noch nicht in die Map integriert sind oder auch Fehler entdeckt, kann sich per E-Mail direkt mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.