Nach gescheitertem Verkauf

Open-Source-Lösung für WebOS war nur zweite Wahl

30.12.2011
Vor etwa zwei Wochen kündigte HP an, webOS künftig der Open-Source-Gemeinschaft zur Verfügung stellen zu wollen. Jetzt ist bekannt geworden, dass die Pläne von HP eigentlich in eine ganz andere Richtung gegangen sind.
Foto: HP

Viele hatten es bei der Bekanntgabe von HP, webOS in ein Open-Source-Projekt umwandeln zu wollen, von Anfang an befürchtet: Der Hersteller hat diesen Weg nur eingeschlagen, weil niemand das Betriebssystem samt Patenten kaufen oder lizensieren wollte. Zumindest nicht zum geforderten Preis. Das schreibt jetzt die Website Venture Beat. Offenbar wollte HP genau die 1,2 Milliarden US-Dollar für das Paket, das man auch für die Übernahme von Palm mit den dazugehörigen Patenten ausgegeben hatte. Doch das wollte mangels Weiterentwicklung und der gerade erst wegen ausbleibendem Erfolg eingestellten Hardware-Produktion entsprechender Geräte offensichtlich niemand zahlen.

Dabei gab es nach dem Bericht von Venture Beat sogar mehr Interessenten, als bislang bekannt waren. Intel, RIM und Amazon wurden schon im Vorfeld genannt, doch auch der Sozialnetzwerkbetreiber Facebook war wohl schon im Gespräch mit HP. Wie Amazon soll das Unternehmen von Mark Zuckerberg auf der Suche nach einem eigenen Betriebssystem sein, um unabhängiger von anderen Anbietern zu werden. Letztendlich war ihm wohl auch der Preis zu hoch, außerdem soll HP auf zukünftigem Zugang zu WebOS bestanden haben, um das System in Druckern einsetzen zu können.

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