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Open Source erobert die Leinwand

08.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In den USA kommt am 12. Januar der Film "Antitrust" in die Kinos - sicher zur großen Freude aller Linux-Nutzer und sonstiger Open-Source-Anhänger. In dem Plot geht es um zwei Freunde, die statt eine Startup zu gründen eine Stellung bei der fiktiven Multi-Milliarden-Dollar-Softwareschmiede Winston antreten (die zweifellos gewisse Ähnlichkeiten mit dem real existierenden Microsoft aufweist) - deren Chef spielt übrigens Tim Robbins (u.a. "The Player"). Dort stoßen sie bald auf üble Machenschaften und mischen anschließend den Konzern auf. Eigentlich sollte sogar Jon "Maddog" Hall (Keynote-Sprecher auf der letztjährigen Linuxworld Expo & Conference in Frankfurt) einen kleinen Gastauftritt absolvieren. Weil der "verrückte Hund" zu

einer Messe ins ferne China reisen musste, bekam Miguel de Icaza, Initiator der Linux-Oberfläche Gnome, die Rolle. Hall ist trotzdem begeistert von dem Streifen: "Dies ist ein Weg, um das Konzept offener Software und die Tatsache, dass es eine Alternative gibt, einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen." Ob und wann der von MGM vermarktete Film hierzulande zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.