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Open Solaris erhält neues File-System

18.11.2005
Die mit Sun verbundene Entwickler-Community gibt "Build 27" des quelloffenen Betriebssystems frei.

Stück für Stück wächst seit der Freigabe erster Sourcecode-Teile im Juni dieses Jahres das Betriebssystem Open Solaris. Das jetzt veröffentlichte Build 27 vom Open-Solaris-Projekt enthält die Grundzüge eines Dateisystems mit dem Namen "ZFS". Dieses File-System folgt dem Pooling-Konzept für alle Systemressourcen und unterscheidet mithin die Speicherorte nicht nach Volumes. Die Folge ist, dass sich für das Storage-I/O theoretisch die gesamte Bandbreite der Devices im Speicherpool nutzen lässt.

Das Build 27 enthält ferner einen Browser namens "Open Grok", mit dem Entwickler nach Sourcecode suchen und ihn betrachten können. Unmittelbar bevorzustehen scheint eine Entscheidung von Sun und dem Open-Solaris-Projekt über eine eng mit dem Betriebssystem verbundene Datenbank. Sun hat Sympathien für "PostgreSQL" erkennen lassen, das mit Solaris 10 ausgeliefert wird. Es ist allerdings auch bekannt, dass Sun-Entwickler mit "Derby" experimentieren. Dies ist eine Embedded-Java-Datenbank, deren Sourcecode IBM der Apache Foundation übergeben hat. (ls)