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Open Office feiert Geburtstag - und verschiebt Release 2.0

14.10.2005
OOo wurde gestern fünf Jahre alt. Version 2.0 lässt noch etwas auf sich warten - die Entwickler müssen noch einen Fehler beim Umgang mit dem Format Open Document beheben.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das quelloffene Anwendungspaket Open Office feiert in diesen Tagen Geburtstag. Am 13. Oktober 2000 übergab Sun Microsystems dem Open-Source-Projekt OpenOffice.org den Quellcode seiner Star-Office-Suite. Nach Angaben der Community wurde die Software seitdem mehr als 49 Millionen mal aus dem Web geladen.

Eigentlich wollte die Entwicklergemeinde pünktlich zum Jubiläum die Version 2.0 veröffentlichen. Ein kritischer Fehler im Präsentationsmodul verhinderte die Freigabe. Dieser soll inzwischen behoben sein. Mit dem Erscheinen der endgültigen Version 2.0 rechnet OpenOffice.org laut eigenen Angaben in der nächsten Woche. Bereits Ende August hatte die Gruppe Release Candidate 2 der neuen Variante ins Netz gestellt (siehe: Zweite Betaversion von Open Office 2.0 ist verfügbar).

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Entwickler unter anderem eine verbesserte Kompatibilität zu Microsoft Office, das Datenbankmodul "Base" und das offene "Open Document"-Dateiformat. Letzteres wurde im Juni von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (Oasis) abgesegnet. Erst kürzlich legte Oasis die Spezifikationen der International Organization for Standardisation (ISO) vor (siehe: Open Document soll ISO-Standard werden). Mit dem ISO-Segen dürften sich die Marktchancen von Open-Source-Programmen in der öffentlichen Verwaltung erhöhen. Microsoft unterstützt Open Document bislang nicht. (wh)