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Ooma will VoIP (US-)kundenfreundlich machen

19.07.2007
Ein Start-up tritt an, Internet-Telefonie (VoIP) in den USA zum "no-brainer" zu machen.

Die Firma heißt Ooma und will mit allem aufräumen, was US-Amerikaner bislang abgeschreckt hat, ihr gutes altes Festnetztelefon gegen einen Internet-Dienst von beispielsweise Vonage zu tauschen: Abhängigkeit von der Internet-Verbindung, keine echten Notrufe zu 911, unsichere wirtschaftliche Situation der Anbieter und so weiter.

Ooma bringt seine Geräte im kommenden September auf den US-Markt. Ein "Hub" mit integriertem Anrufbeantworter kostet einmalig 399 Dollar, anschließend gibt es keine Kosten mehr für Ortsgespräche und Long Distance Calls in den Vereinigten Staaten. Für internationale Gespräche plant Ooma Preise auf dem Niveau von Skype und Co.

Schick ist das Ooma Hub zu allem VoIP-Überfluss auch noch (wenn's denn kein Mock-up ist)...
Schick ist das Ooma Hub zu allem VoIP-Überfluss auch noch (wenn's denn kein Mock-up ist)...
Foto: electronista.com

Ooma arbeitet mit Peer-to-Peer-Technik. Es lässt sich parallel zu einem herkömmlichen Telefon betreiben, das man als Backup und für Notrufe behalten und folglich auf einen Minimaltarif zurückfahren kann. Die bisherige Rufnummer übernimmt das Hub und schaltet bei einem Internet-Ausfall auf das normale Telefonnetz zurück.

Ooma stellt außerdem eine virtuelle zweite Leitung (ISDN-like) zur Verfügung. Telefoniert man bereits, lässt sich ein weiteres eingehendes Telefonat auf eine weitere Nebenstelle (zusätzliche Dosen im Haus lassen sich mit einem "Ooma Scout" für 40 Dollar erschließen) umlegen. Den integrierten AB und die Anruflisten kann man online abfragen.

Walt Mossberg, der einflussreiche Hightech-Kolumnist des "Wall Street Journal", konnte den Service wieder einmal als einer der ersten testen und war sehr angetan. Sein Video-Resümee können Interessierte auf unserem Messeschnellweg anschauen. (tc)