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Online-Werbung ist besser als ihr Ruf

23.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unternehmen geben mehr Geld für Online-Werbung aus - obwohl in der Branche die Meinung über die Effizienz oft negativ ist.

Die Marktforscher von Adrelevance, eine Abteilung von Jupiter Media Metrix, fanden heraus, dass die Zahl der online geschalteten Werbungen im Dezember 2000 um 21 Prozent über der im Vormonat lag. Die Studie widerspricht damit der derzeit gängigen Annahme, der Online-Werbemarkt schwäche sich ab.

Einer Studie von Forrester Research zufolge werden US-Unternehmen in diesem Jahr durchschnittlich 550 000 Dollar in Online-Werbung investieren - in zwei Jahren sollen es gar eine Million Dollar sein.

"Es ist kein Geheimnis, dass die Ansichten über Online-Werbung oft negativ sind", meint Adrelevance-Chef Charles Buchwalter. Doch viele Unternehmen verfeinern seiner Meinung nach nun ihre Strategien und stecken mehr Geld in dieses Medium.

Die Studie bietet auch eine Top-5-Liste in Sachen geschaltete Werbeseiten und damit erzielte Umsätze. Laut Adrelevance wurden Banner auf Yahoo im Dezember 7,62 Milliarden Mal angeschaut. Dahinter folgt Microsofts MSN mit 6,34 Milliarden Klicks auf Werbung. Auf den weiteren Plätzen: iWon mit 2,56 Milliarden, AOL mit 2,2 Milliarden und eBay mit 1,58 Milliarden Banner-Impressions.

Bei den Umsätzen hat MSN die Nase vorn. 180 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen konnte Microsoft mit seinem Internet-Portal im Dezember erwirtschaften. Yahoo verbuchte in diesem Zeitraum 118 Millionen Dollar. Auf Platz drei liegt AOLs Netscape-Portal mit 56 Millionen Dollar. Es folgen Excite.com und iWon.com.

Top-Inserent im Dezember war Amazon, so Buchwalter. Der Online-Buchhändler gab 40 Prozent seines Budgets für Online-Werbung ausschließlich bei MSN aus.