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Online-Service der Banken und Versicherungen mangelhaft

10.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In bezug auf die Nutzung der E-Commerce-Möglichkeiten erteilt die Unternehmensberatung Mummert + Partner den Banken und Versicherungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schlechte Noten. Die Hamburger Auguren ermittelten, dass die 50 untersuchten Banken sich primär auf Basisdienstleistungen im Internet beschränken. Bei 68 Prozent der befragten Finanzinstitute sei die Abfrage des Kontostandes möglich, bei 62 Prozent könnten Überweisungen online getätigt werden. Lediglich jedes zweite Unternehmen bietet Wertpapiergeschäfte im Web an; 26 Prozent liefern Aktienkurse in Echtzeit. Vier Prozent der Banken stellen Informationen im WAP-Format (Wireless Access Protocol) zur Verfügung. Nur wenige Institute bieten besondere Services wie beispielsweise personalisierte Websites. Generell seien die Direktanbieter dem Medium Internet gegenüber aufgeschlossener als die

traditionellen Kreditinstitute.

Bei den Versicherungen sieht es nicht viel besser aus. 78 Prozent der 50 großen deutschsprachigen Versicherungsunternehmen beschränken sich im Internet auf die reine Beschreibung ihrer Produkte. Nur jede zehnte Firma führt einen Tarifrechner im Angebot und nur jede fünfte bietet ihren Kunden die Möglichkeit, Policen online abzuschließen.

Mummert + Partner zufolge erleichtert das mangelhafte Online-Angebot dieser beiden Branchen den Einstieg von internationalen Firmen in den deutschsprachigen Markt.