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Online-Plattform für digitale Schriftkultur

20.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Mai dieses Jahres geht ein ambitioniertes Projekt ans Netz: www.decodeunicode.org, entwickelt im Studiengang Design an der Fachhochschule Mainz, möchte PC-Nutzer über Verwendung und Bedeutung der Vielzahl von Schriftzeichen informieren, die sich inzwischen standardmäßig auf Rechnern finden. Die vom Unicode Consortium herausgegebenen Kommunikationsmedien richteten sich leider nur and IT-Spezialisten für multilinguale Textverarbeitung.

Die neue, im Wiki-Modell betriebene Site möchte hingegen Hilfestellung bei (mehr oder weniger) alltäglichen Fragen helfen wie: Setze ich den Yen vor oder nach der Summe? Kann ich das "at"-Zeichen auch für etwas anderes als E-Mail-Adressen verwenden? Welche Zeichen braucht man für Türkisch? Und was ist eigentlich ein Ogonek?

Decodeunicode sieht sich als "Open-Science"-Projekt, das gezielt auf die Mitarbeit seiner Nutzer baut. Das Interface der Projekt-Site erschließe sich intuitiv und stelle das einzelne Zeichen in den Mittelpunkt der Betrachtung, heißt es in der Ankündigung. Intuitiv finden wir die Oberfläche zwar überhaupt nicht - aber das kann sich ja bis Mai noch ändern, wenn Abbildungen und Namen von mehr als 50.000 Zeichen im Netz stehen sollen. (tc)