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Online-Firmenregister soll ab 2006 verfügbar sein

01.06.2004

Unternehmensinformationen wie Handelsregisterdaten, Bilanzen oder Insolvenzbekanntmachungen sollen voraussichtlich ab 2006 über ein Online-Portal abrufbar sein. Bund und Länder sind sich weitgehend einig, eine elektronische Plattform einzurichten. Unklar ist allerdings, wer für das Service-Angebot bezahlen soll.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf für die Umsetzung des elektronischen Unternehmensregisters soll nach Informationen des "Handelsblatts" bis zum Herbst vom Bundesjustizministerium erarbeitet werden. Die einheitliche Plattform ist Teil der Forderungen der Regierungskommission "Corporate Governance". Sie hatte vorgeschlagen, einen einheitlichen Zugang zu allen amtlichen Unternehmensinformationen in elektronischer Form bereit zu stellen. Dazu gehören etwa das Handelsregister, der Bundesanzeiger, die Beteiligungsdatenbanken der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die bei den Börsen hinterlegten Ad-Hoc-Mitteilungen und Zwischenberichte der Unternehmen. Allerdings ist bisher noch unklar, wer für den Service zahlen soll: Die Nutzer der Datenbank, die Unternehmen, die dazu verpflichtet sind, diese Daten bereitzustellen oder beide Seiten. (iw)