Amazons Cloud-Service S3

Online-Backup in die Cloud jetzt auch offline

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Amazons Speicher-Cloud S3 hat einen neuen Kanal für Im- und Exporte: Nutzer können Festplatten einsenden, die dann vor Ort im RZ kopiert werden.

Wenn Breitband nicht breit genug ist, müssen traditionelle Kurierdienst herhalten: Der Cloud-Speicher-Service S3 von Amazon verfügt über eine zusätzliche Eingangstür für Daten, genannt AWS Import/Export. Damit können Unternehmen ihre Datenbestände auf Datenträgern an Amazon senden, wo sie direkt in die Speicher eingespielt werden. Sinnvoll sei dies nicht nur für Neukunden, schreibt der Anbieter in einem Blog-Eintrag. Wie es genau funktioniert, hat Amazon hier beschrieben.

Pro Datenspeicher wird eine Gebühr von 80 Dollar fällig, die Übertragung vor Ort kostet pro Stunde 2,49 Dollar. Hinzu kommen die Standardgebühren für den Speicherservice. Derzeit funktioniert nur die Importfunktion, nach Abschluss der Beta-Phase sollen in einigen Monaten auch Exporte möglich sein. Laut Amazon dauert es rund 82 Tage, um ein TB Daten über eine T1/E1-Verbindung (1,5 Mbit/s) zu übertragen. In diesem Fall rechne sich der Service für den Kunden bereits ab einem Datenvolumen von 100 GB. Bei einer T3-Leitung (knapp 45 Mbit/s) dauere die Übertragung immerhin noch drei Tage. Interessenten sollten nicht vergessen, die per Daten vor dem Transport zu verschlüsseln - nicht selten fallen Pakete aus Fahrzeugen oder lösen sich in Luft auf.