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OneCare: Microsoft rüstet Sicherheits-Beta nach

27.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Kurz vor dem zum Jahresende geplanten, öffentlichen Betatest seines Sicherheits-Dienstes "Windows OneCare" schiebt Microsoft von derzeitigen Testern angemahnte Funktionen nach. Zu den bereits realisierten Ergänzungen zählt die Fähigkeit, via MSN Messenger empfangene Dateien zu scannen. Zudem soll sich der Virenscan nun per Klick auf die rechte Maustaste initiieren lassen. Darüber hinaus ermöglicht OneCare mittlerweile Backups auf externe Festplatten. Ferner ist die Software inzwischen mit "Microsoft Update" integriert und bietet eine verbesserte Hilfe-Funktion.

Microsofts im Mai dieses Jahres angekündigtes Sicherheits-Servicepaket soll stets aktuelle Virenscanner und Anti-Spyware-Software sowie Firewall-Services, aber auch eine Reihe von Werkzeugen zur Behebung von Leistungsproblemen umfassen. Wann und zu welchem Preis die endgültige Version des Dienstes verfügbar sein wird, ist nach wie vor unklar.

Mit OneCare hofft Microsoft auf den lang ersehnten Einstieg in das Antivirus-Segment im Privatkundenbereich, das bislang Spezialanbieter wie Symantec, McAfee und Trend Micro dominieren. Dahin gehende Absichten hatte Microsoft bereits vor zwei Jahren im Zuge der Akquisition des rumänischen Softwareentwicklers Gecad kundgetan. Aber auch mit dem Enterprise-Security-Markt liebäugelt die Gates-Company: So ist für das Jahresende eine erste Beta seiner "Microsoft Client Protection" angekündigt, einer integrierten Antiviren- und Antispyware-Lösung, die Business-Desktops und -Notebooks sowie File-Server vor bösartigem Code bewahren soll. (kf)