Microsoft automatisiert Android

On{x} für Android

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Microsoft hat eine neue Automatisierungslösung für Android-Smartphones vorgestellt. On{x} führt Aktionen auf dem Smartphone aus, sobald bestimmte Vorgaben erfüllt sind. Aktuell ist der Dienst noch in der Beta-Phase, er klappt allerdings schon recht gut.

Wer auf Facebook oder Twitter unterwegs ist, dem dürfte schon einmal der Dienst ifft (if this than that) begegnet sein. Über ein Webinterface kann man einfache JavaScript-Befehle, so genannte Rezepte, einrichten. Sobald eine bestimmte Vorgabe erfüllt wird, aktiviert sich der Dienst und führt die festgelegte Aufgabe auf. Ein Beispiel: Sobald der Nutzer auf einem Foto in Facebook markiert wird, speichert ifft dieses Bild in einem Dropbox-Ordner.

Witzigerweise bringt nun genau Microsoft eine ähnliche Funktion auf Android. Der Dienst nennt sich On{x} (ausgesprochen On-Ex) und besteht aus Android-App und Web-Dienst unter der Adresse www.onx.ms/. Um den Dienst nutzen zu können, setzt Microsoft einen Facebook-Account voraus. Anschließend kann man fertige Rezepte auswählen oder eigene, JavaScript-basierte Befehle erstellen. Wie das geht erklärt die Dokumentation.

Die Applikation auf dem Smartphone lässt sich wie gehabt über den Play Store herunterladen. Allerdings muss man sich auch hier per Facebook anmelden, leider geht das nur über den Browser. Anschließend synchronisiert sich die App mit den im Web festgelegten Regeln.

Fazit: Macht Lust auf mehr

On{x} ist ein faszinierender Blick in die Zukunft und wie Smartphones künftig nahezu autonom auf Ereignisse reagieren können. Es spricht auch für Android, dass die Microsoft-Entwickler die Funktion zunächst hier ausprobieren und nicht im hauseigenen System - wahrscheinlich lassen sich diese Funktionen auf Android am ehesten umsetzen. Dennoch würden wir diese Funktionen gerne auch auf anderen Smartphone-Systemen oder am Desktop sehen.