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On Demand soll IBM 2,5 Milliarden Dollar sparen

11.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mithilfe der von IBM-Chef Samuel Palmisano kürzlich proklamierten Initiative "E-Business on Demand" (Computerwoche online berichtete) will der Konzern selbst bereits im kommenden Jahr 2,5 Milliarden Dollar einsparen. Dies erklärte Douglas Elix, Chef der IBM-Sparte Global Services, in einer Rede vor CIOs auf der Jahreskonferenz von Forrester Research. "Wir werden in einem Jahr 2,5 Milliarden Dollar aus unseren Infrastruktur-Kosten herausnehmen", erklärte Elix. 1,8 Milliarden Dollar Einsparpotenzial habe man bereits identifiziert, "an den restlichen 700 Millionen müssen wir noch hart arbeiten".

Palmisanos Vision beinhaltet unter anderem so genanntes Utility Computing, selbstheilende Soft- und Hardware sowie Software mit automatischer EAI-Funktionalität (Enterprise Application Integration). 30 bis 40 Prozent der bisherigen Kosten will Big Blue nach Elix' Worten im Personalbereich sparen. Die durch E-Business on demand überflüssig werdenden Mitarbeiter sollen aber vornehmlich in andere Projekte verlagert und nicht entlassen werden. Weitere Einsparungen sollen die Konsolidierung von Infrastruktur und Liegenschaften (der Konzern hat noch rund 175 Rechenzentren weltweit) sowie der Tausch proprietärer Software und Betriebssysteme gegen Industriestandards ermöglichen.

Elix erklärte außerdem, dass nach Einschätzung von IBM im Jahr 2005 nur noch zwei Prozent der Branchengewinne mit Servern erwirtschaftet werden. 16 Prozent der Profite sollen dann aus dem Softwaregeschäft und der Rest größtenteils aus dem Dienstleistungsbereich kommen. (tc)