IT-Infrastruktur-Services

On-Demand-Dienste breiten sich aus

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Auch kleine Firmen und der gehobene Mittelstand werden 2009 bei der bedarfsgerechten Nutzung von Infrastruktur-Diensten nachziehen.

On-Demand-Services im IT-Infrastrukturbereich sind bislang vor allem bei Anwenderunternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern beliebt. Den Marktforschern von Saugatuck zufolge wird das Thema aber im kommenden Jahr auch bei vielen Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und bei Mittelständlern mit 500 bis 999 Angestellten auf der Agenda stehen. Für kleine Firmen geht es dabei vor allem um den Website-Betrieb sowie um Themen wie Backup und Recovery, Disaster-Recovery, der Netzbetrieb, Server- und Prozessor-Kapazitäten sowie um Data-Warehouse-Lösungen und Performance-Management. Unternehmen mit 500 bis 999 Mitarbeitern nutzen On-Demand-Dienste bislang nur für den Website-Betrieb in nennenswertem Umfang. Ab 2009 werden sie solche Services laut Saugatuck aber verstärkt in Anspruch nehmen - auch in der Anwendungsentwicklung und -ausführung sowie Kapazitätsplanung.

Ab 2010 werden dann alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, eine breite Akzeptanz von On-Demand-Diensten an den Tag legen, prognostizieren die Experten. Hintergrund seien die Bemühungen der IT-Verantworlichen, preisgünstige und verlässliche Alternativen zur traditionellen IT-Ausstattung zu finden, um sich stärker aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können. Infrastruktur-On-Demand-Services füllten diese Lücke optimal. "Wenn es solche Dienstleistungen vor 20 Jahren gegeben hätte, hätten wir nur halb so viel IT-Equipment kaufen müssen, wie wir heute besitzen"; bringt es der COO einer US-amerikanischen 300-Mann-Firma auf den Punkt.

Um die Kosten zu begrenzen, sollten die Anwender bestehende Outsourcing-Vereinbarungen entsprechend anpassen, anstatt völlig neue Verträge zu schließen, raten die Experten.