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OMV schafft fünftes Rekordjahr in Folge

26.02.2008
Von pte pte
Der Öl- und Erdgaskonzern OMV http://www.omv.com hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Die Unternehmensstrategie sieht vor, Expansion und Wachstum insbesondere auf osteuropäischen Märkten weiter zu forcieren. "Das Erdgasgeschäft braucht mehr Internationalisierung. 2007 konnten wir dahingehend bereits die richtigen Schritte setzen", erklärt OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer im Gespräch mit pressetext. Die Ereignisse aufgrund der Staatsgründung des Kosovo seien für die Konzernstrategie jedoch nicht von Belang. "Kosovo ist für uns kein Thema, da ein Wachstum in so kleinen Märkten nur begrenzt möglich ist", heißt es von der OMV. Verglichen mit 2006 erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von sechs Prozent auf mehr als 20 Mrd. Euro. Ein ähnlich hohes Wachstum wurde mit plus fünf Prozent im bereinigten EBIT bei 2,38 Mrd. Euro verzeichnet. Bei der Jahreshauptversammlung wird über eine vorgeschlagene Erhöhung der Dividende um 19 Prozent auf 1,25 Euro abgestimmt. Dabei seien die Rekordgewinne nicht so sehr gestiegenen Treibstoffpreisen als vielmehr dem Kerngeschäft, der Öl- und Gasförderung, zu verdanken. Im Cashflow von über zwei Mrd. Euro mussten Abschreibungen in Höhe von 977 Mio. Euro getätigt werden, die Konzernaussagen zufolge "auf das stark forcierte Investmentprogramm zurückzuführen sind."

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde das internationale Portfolio 2007 weiter ausgebaut, wenngleich leichte Produktionsrückgänge zu verzeichnen waren. Zwei Ölfunde in Libyen und erfolgreiche Bohrungen nach Erdgas in Pakistan bestätigen die OMV in der Absicht, den Sektor weiter ausbauen zu wollen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern erneut ein robustes Ergebnis, wozu neben E&P besonders Verbesserungen im Bereich Raffinerien und Marketing beitragen sollen.

Trotz der Erfolge sollen 2008 Kosteneinsparungs- und Restrukturierungsprogramme, die besonders die Rumänien-Akquisition Petrom betreffen, fortgeführt werden. "Das Kosteneinsparungsprogramm gilt für alle Bereiche des Konzerns", sagt Ruttenstorfer. Im Vorjahr sank der Mitarbeiterstand der OMV gegenüber 2006 bereits von knapp 41.000 auf 33.665. "Wir sind der Meinung, dass der stärkere Wettbewerbsdruck zu einer höheren Konsolidierung führen wird", betont der Konzern-Chef. Gegenüber der Konkurrenz sei die OMV gut positioniert, um sich im verschärfenden Wettbewerb in Mitteleuropa weiter erfolgreich durchsetzen zu können, so Ruttenstorfer. (pte)