Office für die Westentasche

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Eine komplette Office-Suite, die ohne Installation auf jedem beliebigen PC genutzt werden kann - der Gedanke ist verführerisch.

"Portable OpenOffice" (ftp://ftp.gwdg.de/pub/misc/ooodev/portableooo) ist eine solche Anwendung, die inzwischen auch in Deutsch verfügbar ist. Allerdings läuft die Portable-Variante von OpenOffice 2.0 nur unter Windows.

Portable Office
Portable Office

Der 100 MB große Download kommt als Zip-Archiv auf die Festplatte. Auf den USB-Stick entpackt, belegt das komplette Paket rund 200 MB. Eine Installation der Software ist nicht nötig; auch die Pfade für das Arbeitsverzeichnis, den Vorlagenordner und andere Konfigurationsdaten werden im Wesentlichen ohne weiteres Zutun korrekt eingestellt. Damit kann Portable OpenOffice nicht nur auf mobilen Datenträgern eingesetzt, sondern auch auf allen PCs genutzt werden, an denen der Anwender keine Rechte zur Installation von Anwendungen besitzt.

Wer bereits mit der Standard-Version von OpenOffice gearbeitet hat, fühlt sich sofort wie zu Hause. Alle Funktionen sind vorhanden: Die Textverarbeitung Writer, das Excel-Pendant Calc, die Präsentationssoftware Impress und so fort. In Sachen Aussehen, Funktionsumfang und Konfigurierbarkeit sind keine Unterschiede zwischen der Portable-Variante und dem Original festzustellen. Auch das deutschsprachige Wörterbuch ist enthalten. Lediglich ein kleiner Fehler hat sich in die Lokalisierung eingeschlichen: Standardmäßig ist Englisch als Sprache für neue Dokumente eingestellt. Hier muss der Benutzer im Optionen-Dialog kurz eingreifen.

Ein deutliches Manko dieser Distribution ist ihr Umfang: Da bereits die Software selbst 200 MB auf dem Speicher-Stick belegt, sollte dieser mindestens 256 MB groß sein. Passend zur Jahreszeit sollten die Entwickler sich noch das Abspecken auf die Agenda schreiben.

CW-Fazit: Portable OpenOffice ist ein vollständiges Office-Paket ohne umständliche Installation und ohne funktionale Kompromisse. Nur am Speicherbedarf sollten die Entwickler noch feilen.