CIO Award 2015

Österreichs beste IT-Manager

Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Der eine lernt vom externen Geschäft für die interne Strategie, der andere wagt neue Wege in der Kommunikation: Martin Fluch, IT Services Director bei der A1 Telekom Austria, und Anton Leitner, CIO der Nöm AG sind Österreichs IT-Manager des Jahres 2015.

Zum achten Mal wurde der CIO Award in Österreich verliehen. Die Bekanntgabe der besten IT-Manager fand im Rahmen des Confare CIO & IT-Manager Summit in Wien statt, dem traditionellen Treffpunkt der österreichischen CIO-Community.

Neu ist in diesem Jahr, dass die Jury zwischen IT-Managern in Großunternehmen und jenen im Mittelstand unterschieden hat und zwei Preise auslobte. "Die Bedingungen für CIOs sind unterschiedlich", erklärte Jurymitglied Gunter Reimoser, Partner EY Advisory in Österreich. Im Mittelstand sei der CIO wesentlich mehr in das operative Geschäft eingebunden und muss in mehreren Unterdisziplinen in der IT auch operativ "zugreifen" können. Seine Kollegen in Großunternehmen sind dafür stärker in strategischen Themenstellungen wie M&A‘s oder Joint Ventures in der Konzernwelt gefordert.

Dienstleister nach innen wie außen

Über die Auszeichnung freuen kann sich in diesem Jahr Martin Fluch, IT Services Director der A1 Telekom Austria in der Kategorie Großunternehmen. Das Unternehmen betreut rund 5,4 Millionen Kunden, beschäftigt 8600 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Das Angebot von A1 Telekom Austria umfasst diverse Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Internet, Multimedia, Wholesale, Payment-Lösungen sowie Daten- und IT-Lösungen.

Martin Fluch, IT Services Director der A1 Telekom Austria gewinnt den CIO Award in der Kategorie Großunternehmen.
Martin Fluch, IT Services Director der A1 Telekom Austria gewinnt den CIO Award in der Kategorie Großunternehmen.
Foto: Confare
Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Als IT Services Director ist Fluch auch in das Geschäft mit den Telekom-Kunden eingebunden. Der 37jährige, der seit drei Jahren seine Position bei dem Konzern innehat, hat somit zwei Hüte auf. Er ist intern wie extern für die IT-Services verantwortlich. Und findet diese Kombination gut und richtig: "Ich kann vieles aus unseren Geschäftsbeziehungen mit externen Kunden lernen und auf die interne IT übertragen", erklärt er. Etwa im Bereich Betreuungsmodelle und Delivery Management.

Für das Urteil der Jury war entscheidend, dass Fluch die IT-Services für interne Nutzer wie für externe Kunden zu einem neuen Reifegrad entwickeln konnte und die Ausrichtung auf das Geschäft der A1 Telekom Austria mit Bravour gemeistert hat.

Mut, neue Wege zu gehen

Seinem Kollegen Anton Leitner wiederum bescheinigte die Jury eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Business sowie den Mut, auch in der Mitarbeiterführung neue Wege zu gehen. Der CIO der Nöm AG hat vor zwei Jahren begonnen, das Konzept der gewaltfreien Kommunikation in seinem Team umzusetzen. "Damit hat sich das Engagement des IT-Teams noch einmal deutlich verbessert", bescheinigt Alfred Berger, Sprecher des Vorstand der Nöm AG seinem CIO. Anton Leitner habe die IT-Abteilung zum Vorbild für andere Unternehmensbereiche gemacht.

Die Nöm AG ist ein milchverarbeitendes Unternehmen mit Sitz im niederösterreichischen Baden. Das Unternehmen beschäftigt gut 600 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro. Annähernd die Hälfte der Produkte werden außerhalb des Heimatmarktes verkauft.

Leitner selbst genießt nicht nur den Erfolg für das Unternehmen, den das Konzept des US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg mit sich gebracht hat. Auch im persönlichen Bereich sieht er eine deutliche Verbesserung. Die anfängliche Skepsis, Sprache und ihr Konfliktpotenzial in der IT zu thematisieren, hatte sich nach wenigen Monaten gelegt, denn: "Meine Mitarbeiter und auch ich haben gemerkt, wie positiv sich dieser Ansatz auch auf unser Privatleben auswirkt." (sh)