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Öko-Test warnt vor Gefahren durch Druckerstaub

31.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laserdrucker setzen nach einer Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" gesundheitsschädliche Stoffe frei. In den zehn getesteten Tonerkartuschen bekannter Hersteller sei ein "Cocktail" aus verschiedenen Chemikalien nachgewiesen worden, darunter Spuren von Styrol und Phenol sowie die Schwermetalle Nickel und Kobalt. In einem Toner konnte sogar das Krebs erregende Benzol nachgewiesen werden, berichtet das Magazin in seiner August-Ausgabe. Zwei der untersuchten Produkte könnten dennoch als "empfehlenswert" eingestuft werden, da sie nur sehr geringe Mengen an gefährlichen Substanzen enthielten, so die Tester.

Besonders gefährlich sei der Tonerstaub, der durch die Geräte-Lüftung oder beim Wechsel der Kartusche in die Luft und damit in die Atemwege gelange. Dies sei vor allem bei älteren Druckern der Fall. Harmloser Dauerschnupfen, Reizungen der Schleimhäute oder unspezifische Krankheitssymptome wie Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und leichtes Fieber könnten Anzeichen sein, dass der Körper auf die Substanzen reagiere, schreibt Öko-Test. Bislang seien bundesweit drei Krankheitsfälle von Berufsgenossenschaften oder den zuständigen Behörden als durch Toner verursachte Erkrankungen offiziell anerkannt worden. Für elf weitere Fälle gebe es bereits medizinische Beweise.

Laserdrucker, aber auch Kopierer sollten deshalb nur in gut gelüfteten, separaten Räumen aufgestellt werden, rät Öko-Test. Bei Papierstau sei es zudem ratsam, das Papier nicht mit Gewalt aus dem Drucker zu ziehen, da andernfalls noch nicht fixierter Tonerstaub freigesetzt werden könnte.