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CSC-Studie „Digitale Agenda 2020“

Öffentliche Verwaltung unterschätzt den Digitalen Wandel

13.01.2016
Die Ämter und Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinken der digitalen Transformation hinterher. 41 Prozent der Unternehmensentscheider aus der DACH-Region bezweifeln, dass sich die Behörden ein realistisches Bild vom digitalen Handlungsbedarf im eigenen Hause machen.

Als wichtigste Gründe für die schleppende Digitalisierung der öffentlichen Hand nennen die befragten Wirtschaftsführer an erster Stelle Aus- und Weiterbildungslücken in den Behörden (36 Prozent), ungelöste Finanzierungsfragen (28 Prozent) und fehlende Ansprechpartner als Schnittstelle zu externen Unternehmen (26 Prozent). Das geht aus den Ergebnissen der Drei-Länder-Studie "Digitale Agenda 2020" von CSC hervor, für die 500 Unternehmensentscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Claus Schünemann, Geschäftsführer von CSC in Deutschland.
Claus Schünemann, Geschäftsführer von CSC in Deutschland.
Foto: CSC Deutschland

"Auf dem Weg zur digitalen Transformation ist eine klar definierte Strategie der Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg", sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. "Im Fokus der digitalen Verwaltungsmodernisierung sollte dabei das Zusammenspiel zwischen Behördenentscheidern und externen Partnern stehen."

Aus Sicht der befragten Manger sollte die Rekrutierung von Fachpersonal an erster Stelle der digitalen Agenda stehen. 35 Prozent halten eigene Digitalisierungs-Spezialisten in den Behörden für wichtig. Zudem plädieren 34 Prozent dafür, die Aus- und Weiterbildung auf Digitalisierungsprojekte auszurichten. Fast jeder dritte der Befragten glaubt, dass die Verwaltung zu allererst Zuständigkeitsfragen klären müsse - ob also der Bund, das Land oder die Gemeinde für digitale Transformationsaufgaben verantwortlich zeichnet. Ist die generelle Zuständigkeit geklärt, wünschen sich die Wirtschaftsvertreter auf Seiten der Behörde einen verantwortlichen Entscheidungsträger, der die Fäden öffentlicher Digitalisierungsprojekte in den Händen hält (31 Prozent).

CSC-Vorstand Schünemann ist davon überzeugt, dass die digitale Transformation der Behörden nur in Kooperation mit geeigneten Unternehmenspartnern gelingen kann: "Mit dem Regierungsprogramm 'Digitale Verwaltung 2020' und dem E-Government-Gesetz hat die deutsche Bundesregierung wichtige Weichen gestellt", sagt Schünemann, "um jedoch die digitale Verwaltungsmodernisierung zügig umzusetzen, wird das praktische Expertenwissen aus der Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielen."

 

Olaf Barheine

Bei Behördengängen bin jedes Mal sprachlos, wenn ich die Aktenberge und Regalwände voller Ordner sehe. Was da an Zeit verschwendet wird, allein um ein Dokument herauszusuchen. Ganz zu schweigen, wenn ein Dokument von einer Behörde an eine andere geschickt werden muss. Wie schlank könnte unser Staat sein, wenn das alles in digitaler Form vorliegen würde?

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