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Öffentliche Münztelefone schlucken wieder D-Mark

01.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom gibt sich vorübergehend nostalgisch: Wie die Festnetztochter T-Com am Mittwoch in Bonn mitteilte, können Verbraucher im Zuge einer Sonderaktion ab sofort bis Ende August mit ausrangierten DM-Münzen an öffentlichen Apparaten Telefongespräche führen. Der Umrechnungskurs wurde für diese Aktion auf das Verhältnis eine D-Mark zu einem Euro festgelegt. Somit kosten Gespräche nur die Hälfte gegenüber der Bezahlung mit Euro.

Das Angebot gelte bundesweit an 50.000 Münztelefonen für Gespräche zu allen Zielen. Angenommen werden Münzen zu zehn Pfennig, 50 Pfennig sowie Ein-, Zwei- und Fünf-Markstücke. Noch immer schlummerten große Mengen DM-Münzgeld in den deutschen Haushalten, hieß es. Viele Bürger tauschten

die Restbeträge nicht um, weil sich der Weg zur Bank nicht lohne.

T-Com kündigte darüber hinaus an, den Anteil an Münztelefonen in Deutschland zu erhöhen. Mit der Einführung des Euro sei nämlich die

Nutzung gegenüber den Kartentelefonen wieder deutlich gestiegen. Grund hierfür sei die große Verbreitung des Euro. Reisende hätten

stets die passende Währung parat und könnten unkompliziert und in Festnetzqualität an Münztelefonen Gespräche führen. (dpa/mb)