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Öffentliche Diskussionsforen von Microsoft manipuliert?

05.02.1999
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Es mehren sich die Anzeichen dafür, daß Microsoft seine Angestellten dazu ermuntert, in öffentlichen Diskussionsforen die Meinung des Softwaregiganten zu vertreten. So schickte Michelle Bradley, die von sich behauptete, eine ehemalige Microsoft-Angestellte zu sein, eine E-Mail an Zdnet. Darin erklärte sie, Microsoft setze seine Mitarbeiter unter Druck, unter falschem Namen in öffentlichen Diskussionsforen die Partei des Softwaregiganten zu ergreifen. In einer Stellungnahme behauptete die Gates-Company zwar, niemals eine Frau mit diesem Namen beschäftigt zu haben. Seltsamerweise wohnte aber eine Michelle Bradley ganz in der Nähe der Microsoft-Zentrale in Redmond. Industriebeobachter wiesen darauf hin, daß sich ähnliche Vorwürfe in letzter Zeit häuften. So habe beispielsweise eine Person namens "Barkto" in einem Compuserve-Forum permanent über OS/2

geschimpft, die Microsoft-Software hingegen in den Himmel gelobt. Später stellte sich heraus, daß hinter dem Namen "Barkto" ein Manager des Softwaregiganten stand.