Bloomberg-Bericht

O2 und E-Plus streben Netzwerk-Kooperation an

29.10.2012
Nach der gescheiterten Fusion strebt die Telefónica Germany (O2) eine gemeinsame Nutzung der 2G- und 3G-Netzwerke mit E-Plus an.
Die O2-Zentrale in München.
Die O2-Zentrale in München.
Foto: Thomas Cloer (CC BY-NC-SA 2.0)

Das berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf eine hochrangige Managerin des nach Kundenzahl viertgrößten deutschen Netzbetreibers. Beide Unternehmen werden bislang regelmäßig für ihre Netzqualität kritisiert.

O2 könnte bei einer vereinbarten Kooperation im Netzwerk-Betrieb mit E-Plus auch durch eine bessere Bewertung des Unternehmens bei dem für den 30. Oktober 2012 angesetzten Börsengang profitieren. Derzeit strebt die Telefónica einen Preis von 5,50 bis 6 Euro pro Aktie sowie einen Erlös von rund 1,68 Milliarden Euro an. Allerdings verhandelt Telefónica nach eigenen Angaben auch mit einem weiteren deutschen Netzbetreiber - Vodafone oder Telekom - über eine Zusammenarbeit im Netzwerk-Bereich, eine Einigung vor Anfang kommenden Jahres sei unwahrscheinlich.

O2 nutzt bereits Backbone-Kapazitäten der Telekom, nachdem Kunden vermehrt über schlechte Datenverbindungen klagten. Auch nach dem Start des Mobilfunkdienstes unter dem damaligen Namen Viag Interkom hatte das Unternehmen rund zehn Jahre lang das Mobilfunknetz der Telekom zur besseren Netzabdeckung genutzt.

Kommt es zu einer Einigung zwischen O2 und E-Plus oder einem der beiden anderen deutschen Netzbetreiber, müssten noch die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt einer solchen Kooperation zustimmen.

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