o2 macht im ersten Quartal weniger Gewinn

16.05.2007
o2 hat derzeit an mehreren Fronten zu kämpfen. Zum einem liegt das Kundenwachstum weit hinter den Zuwächsen der Konkurrenz, anderseits sinken die Umsätze je Kunde. Dies hat rückläufige Umsätze und einem damit verbunden geringeren Gewinn zur Folge, und auch das DSL-Geschäft liegt hinter den Erwartungen zurück.

o2 Deutschland steht vor einem schwierigen Szenario: als kleinster Netzbetreiber hat er mit hohen Kundengewinnungskosten zu kämpfen, gleichzeitig machen ihm die Marktsättigung und ein hoher Preisdruck zu schaffen. In Folge dessen verzeichnete der Anbieter im ersten Quartal 2007 einen Rückgang des Service-Umsatzes von 4,6 Prozent auf 697 Millionen Euro, woran auch der sinkende durchschnittliche Kundenumsatz seinen Anteil trägt. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen aus Mobilfunk- DSL-Geschäft auf 843 Millionen Euro, davon stammen zehn Prozent aus dem Geschäft von Telefónica Deutschland.

Im Zuge der Verschmelzung mit dem spanischen Mobilfunkanbieter stellt o2 seine Berechnungsgröße von EBIDTA auf den vergleichbaren OIBDA um, mit dem bei Telefónica berichtet wird. Zwischen Januar und März erzielte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 161 Millionen Euro. Die Kundenzahl stieg in diesem Zeitraum um 159.000 Nutzer auf 11,2 Millionen, jedoch stammen 46.000 Neukunden aus der Kooperation mit Tchibo, dessen Nutzerzahl auf insgesamt 873.000 zulegte.

Nach eigenen Angaben verkaufen sich die Genion-Tarife S, M und L seit ihrer Einführung im November 2006 besonders gut, seitdem haben sich 758.000 Neu- und Bestandskunden für einen dieses dieser Angebote entschieden uns insgesamt legte die Zahl der Genion-Kunden auf 3,94 Millionen zu. Der Umsatz je Kunde ging im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 20,50 Euro zurück, liegt dem Unternehmen zufolge jedoch über dem Marktdurchschnitt. Im Schnitt telefonieren o2-Kunden etwa 129 Minuten im Monat (plus zwei Prozent).

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