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O2 entschädigt geprellte Kunden

12.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Mobilfunkanbieter O2 will rund 8000 Kunden, die auf ein unseriöses Abo-Angebot im Internet hereingefallen sind, Geld zurückerstatten. Einem Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" zufolge haben tausende von Handy-Nutzern auf Internet-Seiten von Drittanbietern über ihr Mobiltelefon Services bestellt. Der Sendung zufolge fehlten allerdings klare Hinweise von Seiten der Website-Betreiber, dass es sich bei den Offerten um feste Abonnements zu einer Tagesgebühr von 9,98 Euro handelte. Die Abrechnung und das Inkasso für die Betreiber erfolgten über die Handy-Rechnung. Um seine Kunden vor solchen "sittenwidrigen" Angeboten zu schützen, habe O2 die Abrechnungsschnittstelle zu den Drittanbietern, die gegen Vertragsvereinbarungen mit dem Mobilfunkanbieter verstoßen hätten, mittlerweile geschlossen, teilte O2-Unternehmenssprecher Stefan Zuber gegenüber dem ARD-Magazin mit.

Über das Handy-Bezahlsystem sollen im Juli und August insbesondere Jugendliche und Kinder mit Angeboten wie "hausaufgaben.de" geschädigt worden sein. Laut Plusminus sind neben O2 auch andere Mobilfunkanbieter betroffen. So soll es allein bei T-Mobile rund 20.000 auf diese Weise geprellte Kunden geben. (kf)