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Nutzer klagen über Microsofts Smartphone

20.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hat Microsofts Einstieg in den Markt für Handy-Betriebssysteme "ein Produkt hervorgebracht, bei dessen Features viele Wettbewerber nicht mithalten können". Dies ist allerdings nicht als Lob gemeint - beispielsweise friere das Gerät ein und benötige anschließend bis zu drei Anläufe, bevor es wieder laufe; es würden zufällig Nummern aus dem Adressbuch angewählt und der Akku verabschiede sich ohne vorherige Ankündigung.

Das neue Handys gemeinhin ihre Tücken hätten, sei nicht ungewöhnlich, schreibt das Blatt weiter. Aber das in Europa von Orange vertriebene "SPV" (kurz für Sound, Pictures, Video) sei schon ein ziemlicher Klopfer. Neben den bereits angesprochenen Problemen leide das vermeintliche Hightech-Mobiltelefon unter Empfangsschwäche und sei langsam; noch dazu wiesen mit der eingebauten Kamera geschossene Fotos häufig einen Orangestich auf (vielleicht ein Marketing-Gag des Netzbetreibers?).

Ein Orange-Sprecher räumte ein, dass es mit dem Geräte einige Probleme gebe. Einige davon ließen sich aber mit einem Software-Update beheben, das bereits in zwei bis drei Wochen über den Äther gehen soll. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Gerät", so der Firmensprecher; es hätten sich bislang nur wenige Kunden beschwert.

Erst vor einige Tagen war bekannt geworden, dass es den ersten Freaks gelungen ist, die von Orange und Microsoft eingebaute Software-Authentifizierung zu umgehen und so praktisch beliebige Software auf dem SPV zur Ausführung zu bringen (Computerwoche online berichtete). Auch gegen dieses potenzielle Sicherheitsloch soll es in Kürze ein Softwareupdate geben. (tc)