Kaum mobiler Einsatz

Nutzen von BI - Bauchgefühl statt Beweis

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Schnellere und genauere Reports gelten als Hauptziel von Business Intelligence. Die meisten CIOs überprüfen laut BARC allerdings nicht, ob sie es erreichen.
Nur jeder fünfte IT-Entscheider lässt laut BARC-Studie messen, ob dank BI bessere Entscheidungen fallen.
Nur jeder fünfte IT-Entscheider lässt laut BARC-Studie messen, ob dank BI bessere Entscheidungen fallen.
Foto: S.John - Fotolia.com

Bereits zum zehnten Mal haben die Würzburger Analysten von BARC (Business Application Research Center) eine Befragung zum Thema Business Intelligence (BI) durchgeführt. Teilnehmer der "The BI Survey 10" waren mehr als 2000 Anwender sowie rund 250 Berater und etwa 400 Anbieter. Das Fazit lässt sich grob umreißen: BI-Lösungen wird viel zugetraut - ob sie das auch einlösen, überprüfen Anwender jedoch selten.

Konkret: Auf die Frage nach dem Nutzen von BI erklären die Studienteilnehmer, die Lösungen sorgten für schnelleres Reporting, für schnellere Analysen und schnellere Planung. Außerdem optimierten sie die Genauigkeit von Reports, Analysen und Planungen. Das führe insgesamt zu besseren Entscheidungen des Business.

Business Intelligence macht Mitarbeiter zufriedener - angeblich

Als weiterer Vorteil gilt verbesserte Datenqualität. Außerdem sorge BI für mehr Zufriedenheit bei Angestellten wie bei Kunden.

Als Mittel zur Kostensenkung gilt BI dagegen kaum. IT- oder andere Kosten zu sparen, rangiert auf den letzten beiden Plätzen einer Liste von insgesamt zwölf Punkten.

Soweit die Einschätzung der Befragten. Die Analysten wollten wissen, wie es um die Überprüfung dieser Erwartungen steht. Das Ergebnis legt nahe, dass ein Fakten-Check, sofern es einen gibt, vage aussieht.

Stichwort schnellere und genauere Reportings: 39 Prozent (Schnelligkeit) beziehungsweise 37 Prozent (Genauigkeit) der Befragten erklären das in ihrem Unternehmen für "bewiesen und quantifiziert". Jeweils 41 Prozent geben ebenfalls an, Schnelligkeit und Genauigkeit seien bewiesen - gleichzeitig erklären sie aber, diese Punkte gar nicht zu messen.