Extreme Computing Platform

Nutanix definiert mit Acropolis und Prism Enterprise Computing neu

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Auf der hauseigenen Konferenz .Next in Miami / USA stellt der Enterprise-Computing-Spezialist Nutanix seine neue Extreme Computing Platform (XCP) vor. Zu den Hauptbestandteilen der Architektur gehören die neue Komponente Acropolis und das erweiterte Management-Modul Prism.

Nutanix selbst bezeichnet die neue Extreme Computing Platform (XCP) als "unsichtbare Infrastruktur" und betont damit, dass sich der IT-Verantwortliche im Rechenzentrum jetzt mehr um die Applikationen und Services kümmern kann, die das Unternehmensbusiness antreiben und nicht mehr so stark um die Technik selbst.

Viele Business-Anwendungen laufen heute auf traditionellen oder Legacy-Infrastrukturen. Diese sind zeitaufwendig zu managen und nur schwer skalierbar oder auf aktuelle Plattformen migrierbar. Mit Acropolis und Prism bietet Nutanix jetzt den Anwendern eine Lösung für Hyperconverged-Infrstrukturen an, die sowohl Applikationen unabhängig von der IT-Infrastruktur betreiben lässt, als auch App-Mobility-Funktionen inklusive nativer Virtualisierung besitzt.

Nutanix will mit der neuen XCP-Plattform und den Modulen Acroplis und Prism den Einsatz von Hyperconverged-Infrastrukturen auf Basis der Nutanix-Appliances im Data Centern vereinfachen.
Nutanix will mit der neuen XCP-Plattform und den Modulen Acroplis und Prism den Einsatz von Hyperconverged-Infrastrukturen auf Basis der Nutanix-Appliances im Data Centern vereinfachen.
Foto: Nutanix

Die Core-Module von Acropolis

Nutanix Acropolis beinhaltet drei Core-Komponenten: den Distributed Storage Fabric, den App Mobility Fabric und den Acropolis Hypervisor. Der Distributed Storage Fabric erlaubt Web-Scale-Services über verschiedene Storage-Protokolle hinaus zu nutzen. So ist Acropolis zum Beispiel in der Lage ein Gast-iSCSI-Storage-System auf Basis von Microsoft Exchange zu mounten. Das ermöglicht der Plattform alle Workloads auf einer einzigen Systeminfrastruktur zu betreiben. Darüber hinaus verwendet Nutanix ein spezielles Storage-Kodierungsverfahren (EC-X-Technologie), mit dem sich bei einer Datenreplikation, im Vergleich zu einer herkömmlichen Storage-Spiegelung, bis zu 75 Prozent Storage-Speicherplatz sparen lässt. Diese Funktion kann mit einem einfachen Software-Update auch auf vorhandene Nutanix-Appliances ausgerollt werden.

Der App Mobility Fabric bildet die Schaltzentrale für Virtuelle Maschinen (VM). Damit lassen sich etwa VMs migrieren oder konvertieren. Zusätzlich sorgt das Modul für Hochverfügbarkeit der verschiedenen VMs und stellt eine integrierte Disaster-Recovery-Funktion zur Verfügung. Zudem unterstützt der App Mobility Fabric viele gängige virtuelle Applikationen. Damit will der Hersteller dem Anwender das Nutzen von Container-Technologien (wie Docker) oder Hybrid-Cloud-Computing erleichtern.

Mit Acropolis Hypervisor setzt Nutanix auf einen nativen Hypervisor, der auf Linux-KVM basiert. Er bietet erweiterte Sicherheitsfeatures, Enterprise-VM-Management und ist mit Selbstheilungsfunktionen, die auf SaltStack aufsetzen, ausgestattet.

Einheitliches Management mit Prism

Für das Management einer Converged-Infrastructure-Plattform ist die überarbeitete Prism-Lösung von Nutanix zuständig. Prism arbeitet weiterhin mit der Nutanix-eigenen One-Click-Technologie, die quasi per Mausklick alle relevanten Daten wie zum Beispiel Storage-Auslastung oder Alarmübersichten anzeigt. Ein großer Vorteil des Management-Moduls ist die Konvergenz von Computing-, Storage- und Virtualisierungs-Ressourcen in nur einem System, um alle Workflows zentral zu verwalten.

Darüber hinaus bietet es erweiterte Maschinenlernfunktionen. So kann Prism selbstständig Systemdaten sammeln und analysieren. Es generiert aus diesem Datenmaterial zum Beispiel umsetzbare Erkenntnisse zur Verbesserung der Infrastrukturperformance.

Auf eine intuitive Bedienung der Management-Lösung hat Nutanix großen Wert gelegt. So unterstützt eine ausgeklügelte Suchfunktion den Anwender bei der Suche nach speziellen Systemtasks. Das spart den Unternehmen langfristig aufwendige Trainings und somit Schulungskosten.