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Nur rund 22 Prozent der Haushalte surfen mit Breitbandanschluss

21.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit rund 22 Prozent surft nicht einmal ein Viertel der deutschen Haushalte im Internet mit einem Breitbandanschluss. Die Quote liege in den meisten anderen europäischen Ländern höher, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft (BITKOM), Peter Broß, am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten staatliche Stellen mehr Service online anbieten. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) stellte am Mittwoch einen Atlas über Nutzen und Verfügbarkeit von Breitbandtechnik vor.

"Hierdurch wollen wir die Nachfrage nach Breitbandtechnologien stärken und Breitbandanbieter zu Investitionen in die Erschließung bisher nicht versorgter Gebiete anregen", sagte Clement. Die Konzentration auf DSL solle zudem überwunden werden. Im Atlas sind Anbieter von DSL, UMTS und Breitband über Fernsehkabel enthalten. Bis 2010 wollen Politik und Wirtschaft eine 50-prozentige Verbreitung schneller Internet-Zugänge bei Privathaushalten erreichen. Die Internet-Beauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Martina Krogmann (CDU), kritisierte, der Bund habe kein Konzept für eine flächendeckende Versorgung. (dpa/tc)