Public-ICT - E-Government

Virtualisierung mit VMware und Dell

Nur noch 3 statt 40 Server

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Durch die Virtualisierung ihrer Server-Landschaft konnte die Stadtverwaltung Gießen ihre Hardware-Kosten reduzieren und Anwendungen flexibler bereitstellen. Mit den neuen energiesparenden Systemen sollen die Stromkosten um 20.000 Euro pro Jahr sinken.
Virtualisierung im Rechenzentrum spart.
Virtualisierung im Rechenzentrum spart.

Die Universitätsstadt Gießen will ihre IT-Kosten in Zukunft durch eine vereinfachte Infrastruktur reduzieren und damit gleichzeitig die Grundlage für zukünftige E-Government-Services legen. Die IT der Stadtverwaltung war bisher über mehrere Standorte verteilt und bot zudem keine ausreichende Disaster Recovery. Da sie überwiegend auf dem Modell „eine Anwendung pro Server“ basierte, war die Bereitstellung neuer IT-Dienste recht kosten- und zeitaufwändig.

Die Gießener Stadtverwaltung hat nun zusammen mit dem Unternehmen Dell und seinen Beratern eine zentrale Infrastruktur mit Netzwerkspeicher auf Basis eines Dell/EMC-SAN und virtualisierten Servern implementiert. Die Server wurden mit Unterstützung des Certified Partners SYS-TEC virtualisiert und konsolidiert. Zur Notfallvorsorge wurde ein weiteres SAN an einem separaten Standort installiert.

Mit der virtualisierten Lösung konnte die Behörde den Angaben zufolge den Bestand an physischen Servern um 40 auf nur noch drei Power Edge-Server - die mit der Serversoftware VMware ESX arbeiten - reduzieren. Diese drei physischen Server unterstützen 40 virtuelle Server mit Windows Server 2003 und zahlreichen behördlichen Anwendungen, etwa für Straßenplanung oder Personalabrechnung. Ein Vorteil: Neue IT-Services lassen sich so schneller bereitstellen.

Durch die Implementierung der virtualisierten Serverlösung konnte die Stadtverwaltung Gießen ihren Investitionsbedarf für IT-Hardware reduzieren. Insgesamt rechnet die Behörde in den nächsten fünf Jahren mit Einsparungen von rund 150.000 Euro, teilte der Technologiepartner mit.

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