Steve Ballmer

"Null Marktanteil ist riesige Chance für Windows Phone"

21.09.2013
"Mobile Geräte. Wir haben fast null Marktanteil." Der Inhalt dieser Aussage von Microsoft-Chef Steve Ballmer überrascht nicht, denn die Nachfrage nach Windows Phones lässt sich jedes Quartal anhand von Marktzahlen ablesen. Bemerkenswert ist, dass ein hochrangiger Microsoft-Manager die Situation von Windows Phone öffentlich so unverblümt beschreibt.
Glücklich vereint: Steve Ballmer und Steven Elop
Glücklich vereint: Steve Ballmer und Steven Elop
Foto: Nokia

Der in den kommenden Monaten wohl nicht ganz sauber aus dem Unternehmen scheidende Microsoft-Chef wollte auf einem Analystentreffen jedoch mit dieser kurzen Analyse nicht nachtreten, sondern die Chancen für Microsoft mit der Übernahme der Handy-Sparte des einstigen Marktführers Nokia verdeutlichen. "Ich bin ein optimistischer Kerl und jedesmal, wenn wir einen niedrigen Marktanteil haben, klingt das für mich nach einer riesigen Gelegenheit", zitiert ihn "The Verge".

Ballmer bereut zwar nach eigenen Angaben, wegen der Probleme mit Windows Vista nicht früher auf Handys umgeschwenkt zu haben, erhofft sich aber, durch die Übernahme eine größere Rolle auf dem Smartphone-Markt zu spielen und Samsung und Apple Marktanteile abringen zu können. Neue Details zur Zukunft von Windows Phone oder zum Nokia-Deal nannte Ballmer auf dem Analystentreffen nicht. Er betonte jedoch, dass der Schwerpunkt weiter auf der Marke Windows liegen und ausgebaut werde.

Ende August hatte Ballmer angekündigt, innerhalb von zwölf Monaten als Microsoft-Chef abzutreten. Offenbar nicht ganz freiwillig. Insider berichten, dass der Microsoft-Aufsichtsrat Druck ausübte und sein langjähriger Weggefährte Bill Gates ihm zuletzt die Unterstützung versagte. Ein Nachfolger für Ballmer ist noch nicht gefunden, die Suche hat ein Sonderausschuss des Verwaltungsrats von Microsoft übernommen, dem auch Gates angehört. Auch der zu Microsoft zurückwechselnde ehemalige Nokia-CEO Stephen Elop ist einer der Kandidaten. Elop verdient am Verkauf von Nokias Handysparte an Microsoft fast 19 Millionen Dollar durch ausstehende Gehälter und Aktienpakete.

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