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NTT DoCoMo erzielt 1,4 Milliarden Euro Quartalsgewinn

08.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo profitierte im ersten Geschäftsquartal 2003/2004 deutlich von der Einführung neuer Kamera-Handys und der stärkeren Nutzung im Bereich Datenkommunikation: Mit einem Nettoprofit von 196,8 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) erreichte das Unternehmen in den Monaten April, Mai und Juni bereits knapp ein Drittel des anvisierten Jahresgewinns. Vergleichszahlen des Vorjahres nannte der japanische Marktführer jedoch nicht, da er bislang nur Halbjahresberichte herausgab. Im Fiskaljahr 2002/2003 hatte NTT DoCoMo allerdings insgesamt nur einen Überschuss in Höhe von 212,5 Milliarden Yen (etwa 1,71 Milliarden Dollar) ausgewiesen.

NTT-Docomo-Präsident Keiji Tachikawa warnte jedoch davor, dass höhere Betriebskosten und ein steigender Wettbewerb im gesättigten Markt die Ergebnisse in den Folgequartalen wieder senken würden. Das Unternehmen bestätigte daher lediglich seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr. Demnach werde ein Nettoprofit von 618 Milliarden Yen (zirka 4,5 Milliarden Euro) bei Einnahmen in Höhe von 4,89 Billionen Yen (etwa 38,26 Milliarden Euro) erzielt.

Im Berichtszeitraum erwirtschafte NTT DoCoMo mit 1,25 Billionen Yen (9,77 Milliarden Euro) bereits ein Viertel des anvisierten Gesamtumsatzes. Der nach Vodafone weltweit zweitgrößte Mobilfunkanbieter profitierte dabei von der Nachfrage nach Handys der zweiten (I-mode) und dritten Generation (Foma). Während die herkömmlichen Sprachumsätze zurückgingen, verbuchte NTT DoCoMo im Bereich Datenkommunikation einen Zuwachs.

Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben im Berichtsquartal 204.800 Foma-Kunden werben - nach lediglich 25.100 im Vorjahresquartal. Insgesamt zählt NTT Docomo damit nun 658.700 3G-Nutzer. Der Konzern liegt damit allerdings hinter dem Konkurrenten KDDI mit 9,16 Millionen 3G-Kunden. (mb)