NRW will CIO-Posten schaffen

15.11.2004
Die IT-Infrastrukturen sollen besser werden.

Am 22. Mai 2005 wählt die Bevölkerung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Ob Innenminister Fritz Behrens (SPD) danach noch im Amt sein wird, weiß heute niemand. Doch eines scheint fix: Die Landesregierung wird dem Beispiel Hessens (http://www.computerwoche.de/index.cfm?pageid=304&op=400&id=152640) folgen und das Amt eines Chief Information Officers (CIO) einrichten. Das verriet der Minister am Rande des Kongresses "E-NRW" in Düsseldorf dem Veranstalter "Behördenspiegel". Der jetzige Landtag hat die Regierung bereits dazu aufgefordert, einen Verantwortlichen für die Verbesserung der landeseigenen IT-Infrastrukturen zu ernennen.

Laut Behrens wurde die Berufung allerdings bis nach den Neuwahlen vertagt, denn die Ernennung eines IT-Verantwortlichen hat offenbar weitreichende Konsequenzen für die Regierungsorganisation. "Die Einrichtung eines CIO bedeutet, dass man auch die Zuschnitte von Ressortaufgaben und -aufteilungen festlegen muss", zitiert der "Behördenspiegel" den amtierenden Innenminister. Diese Einschnitte ließen sich nicht "so ohne weiteres von heute auf morgen" in die Tat umsetzen.

Den künftigen CIO erwarten große Aufgaben. Nordrhein-Westfalen will den Umstieg von der kameralistischen auf die kaufmännische Buchhaltung für 2005 verbindlich machen. Außerdem stehen die Vereinheitlichung der IT-Strukturen und die Koordination der E-Government-Aktivitäten an. (qua)