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Novell steigert Umsatz und schreibt schwarze Zahlen

20.08.2004

Novell hat gestern Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2004 veröffentlicht. Das inzwischen in Waltham, Massachusetts, ansässige Unternehmen weist einen Nettogewinn von 23 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Aktie aus nach einem Fehlbetrag von zwölf Millionen Dollar oder drei Cent je Anteilschein im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Den Quartalsumsatz steigerte Novell im Jahresvergleich von 283 auf 305 Millionen Dollar. Das Ergebnis enthält 14 Millionen Dollar Umsatz und fünf Millionen Dollar Zinseinkünfte aus einem gewonnenen Rechtsstreit gegen The Canopy Group.

Novells Pro-forma-Gewinn beträgt aktuell 14 Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie. Nicht eingerechnet sind hier die Canopy-Zahlung von 19 Millionen Dollar, Restrukturierungskosten von neun Millionen Dollar sowie Wertberichtigungen von Beteiligungen in Höhe von einer Million Dollar. Im Vorjahresquartal betrug das Pro-forma-Ergebnis sieben Millionen Dollar oder zwei Cent je Anteilschein. Novell verweist ferner darauf, dass es beim Umsatz von positiven Währungseffekten in Höhe von rund fünf Millionen Dollar profitierte. Unterm Strich hätten sich diese nicht ausgewirkt, heißt es.

Interessant sind auch die Zahlen, die Novell zum Geschäft der Tochter Suse Linux meldet. Diese setzte zwölf Millionen Dollar um und verkaufte im Laufe des Berichtszeitraums insgesamt 19.000 Abonnements ihres "Suse Linux Enterprise Server", davon allein 12.000 an einen einzigen (nicht genannten) Kunden.

Novells Bargeld und kurzfristig verfügbare Anlagen erhöhten sich zu Ende Juli 2004 auf 1,1 Milliarden Dollar im Vergleich zu 636 Millionen Dollar drei Monate zuvor. Das Unternehmen hatte im Q3 Wandelschuldverschreibungen für 600 Millionen Dollar ausgegeben und 65 Millionen Dollar operativen Cash Flow erzielt, allerdings auch eigene Aktien im Wert von 125 Millionen Dollar zurückgekauft. (tc)