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Novell startet Projekt für Open-Source-Groupware

16.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unter dem Titel "Project Hula" hat Novell eine Initiative angeschoben, die zu einer schlanken Open-Source-Groupware führen soll. Die Collaboration-Lösung soll unter anderem Kalender-, Adressbuch- und Mail-Funktionen umfassen, allerdings nicht so umfangreich ausfallen wie das Novell Produkt "Groupwise". Dieses ist für viele Anwender zu funktionsreich und komplex.

Grundlage von Hula werden elementare Teile von Novells "Netmail", das weltweit rund vier Millionen Anwender einsetzen. Die Web-basierende Lösung bietet neben E-Mail Kalender und Adressbuch. Sie unterstützt 50.000 zeitgleich verbundene Anwender auf einem Standard-x86-Server. Novell hat mehr als 200.000 Codezeilen von Netmail dem Hula-Projekt als Open-Source geschenkt. Der "Hula Open Source Collaboration Server" steht unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) und der Mozilla Public License (MPL).

Hula basiert auf offenen Internet-Standards wie SMTP, IMAP, iCalender und dem neuen Calender Access Protocol (CalDAV). Die Entwickler-Community ist aufgerufen, die von Novell geschaffene Grundlage mit innovativen Funktionen und Plug-ins zu erweitern und mit Patches zu verbessern. Auch die Verknüpfung mit anderen Open-Source-Collaboration-Produkten wie "Open-Xchange" von der deutschen Netline Internet Service GmbH, Olpe, wird in Erwägung gezogen. Dieses Produkt ist der Nachfolger des einst von Suse vertriebenen "Openexchange Server" (Computerwoche.de berichtete). (ls)