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Novell rutscht tiefer in die roten Zahlen

30.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Softwareschmiede Novell hat in ihrem vierten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 94,5 Millionen Dollar oder 26 Cent je Aktie ausgewiesen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag das Defizit bei 35 Millionen Dollar oder elf Cent pro Anteilschein. In dem jüngsten Ergebnis sind unter anderem Sonderaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten. Ohne die hätte Novell einen Profit von zwei Cent je Aktie erzielt und damit die durchschnittlichen Erwartungen der Wallstreet-Analysten um zwei Cent übertroffen. Im November entließ das auf Netzwerkprodukte spezialisierte Unternehmen 1400 Mitarbeiter (19 Prozent der Belegschaft). Den Umsatz konnte Novell im abgelaufenen Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 308 Millionen Dollar steigern.

Für das gesamte Geschäftsjahr meldete die in Provo, Utah, ansässige Firma einen Nettoverlust von 272,9 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte Novell noch ein Plus von 49,5 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz ging im Jahresvergleich von 1,16 auf 1,04 Milliarden Dollar zurück.

Für das erste Geschäftsquartal 2002 geht Novell von einem Umsatz zwischen 265 und 275 Millionen Dollar aus. Ohne die Berücksichtung von Restrukturierungskosten und Aufwendungen für die Integration von der Beratungsfirma Cambridge Technology Partners, die Novell im Sommer übernahm, wollen die Netzwerkspezialisten den Breakeven erreichen.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Aussichten: Das Novell-Papier legte heute Morgen an der Frankfurter Börse um 15 Prozent auf fünf Euro zu. (ka)