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Novell portiert Netzdienste auf Linux

25.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Novell plant, seine Netzdienste in Versionen für das quelloffene Betriebssystem Linux herauszubringen. So kündigte der Hersteller an, "Nterprise Linux Services" gegen Jahresende auf den Markt zu bringen. Das Paket soll File-, Print-, Directory- und Management-Dienste enthalten und in Varianten für die Linux-Distributionen von Suse und Red Hat entwickelt werden.

Zudem kooperiert Novell mit IBM, Hewlett-Packard (HP) und Dell. Die Hardwareanbieter werden Nterprise Linux Services mit ihren Linux-Servern bündeln und dazu Schulungen sowie Support anbieten, so Jeff Hawkins, Vice President der Linux-Abteilung bei Novell.

Im Juli startet der Hersteller einen Beta-Test mit 150 ausgesuchten Anwendern. Laut Hawkins bietet die Testversion Dateidienste, die auf der quelloffenen Plattform Samba basieren, über die Linux-Nutzer auf Windows-File-Systeme zugreifen können. Das integrierte "iFolder" enthalte Funktionen für die Freigabe von Dateien im Netz und zum Schutz persönlicher Daten.

Laut IDC-Analyst Dan Kusnetzky kommt die Portierung der Dienste auf Linux nicht unerwartet, nachdem Novell im April auf der Hausmesse Brainshare die Unterstützung des Open-Source-Systems angekündigt hat. Die Möglichkeit, die Novell-Services mit Linux-Servern verwenden zu können, schaffe Vertrauen bei Anwendern, die bislang zögerten, das Open-Source-System einzusetzen, sagte Kusnetzky. (lex)