Moonlight 1.0

Novell hat Open-Source-Silverlight fertig

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das von Novell (und damit von Microsoft) gesponserte Open-Source-Projekt Mono hat "Moonlight 1.0" veröffentlicht, eine quelloffene Implementierung von Microsoft "Silverlight" für Linux.

Microsoft hatte Novell/Mono mit der Portierung des RIA-Plug-ins (Rich Internet Applications) für Linux-Nutzer betraut. Der Redmonder Konzern bietet Silverlight selbst nur in Varianten für Windows und Mac OS X an, legt aber großen Wert auf eine möglichst breite Plattformunterstützung. Silverlight wird derzeit vor allem für Streaming Video auf Websites eingesetzt und macht damit vor allem dem "Flash Player" von Adobe Systems Konkurrenz.

Das Mono-Projekt hatte bereits am 19. Januar eine Vorabversion von Moonlight veröffentlicht, damit auch Linux-Nutzer die Video-Übertragung der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama live via Web mitverfolgen konnten. Mehr als 20.000 Downloads des Pre-Release wurden registriert.

Moonlight 1.0 ist für alle gängigen Linux-Distributionen (openSUSE, SUSE Linux Enterprise, Fedora, Red Hat, Ubuntu) erhältlich und entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Novell/Mono und Microsoft, das über das "Microsoft Media Pack" unter anderem Codecs für Windows Media Video und Audio (.wmv, .wma) sowie MP3 beisteuerte.

"Moonlight bringt die Vorteile der populären Silverlight-Multimedia-Inhalte zum Linux-Betrachter", sagt Mono-Gründer Miguel de Icaza, auch Developer Platform Vice President von Novell. "Dieses erste Release reißt Barrieren zu multimedialen Inhalten nieder und schafft gleiche Möglichkeiten der Benutzererfahrung, unabhängig davon ob der Anwender nun Windows oder Linux verwendet."