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Novell fällt in die Verlustzone

31.05.2007
Der Softwareanbieter Novell hat sein jüngstes Quartal mit einem Minus abgeschlossen. Dafür konnte der Umsatz gesteigert werden – geringfügig.

Für sein zweites Fiskalquartal (Ende: 30. April) hat Novell einen Verlust von 2,2 Millionen Dollar ausgewiesen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Nettoprofit von 3,2 Millionen Dollar erwirtschaftet. Novell begründete den Einbruch mit Restrukturierungskosten sowie Sonderaufwendungen für die Überprüfung der Vergabe von Aktienoptionen. Das operative Ergebnis fiel von minus 5,4 Millionen auf minus elf Millionen Dollar. Novell kann sein Nettoergebnis unter anderem durch Zinsen auf sein Vermögen verbessern. Das Unternehmen verfügt über Bargeld und kurzfristige Anlagen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar.

Firmenchef Ron Hovsepian kündigte an, mit dem Geld sowohl Übernahmen als auch ein Aktienrückkaufprogramm in Erwägung zu ziehen. Beides wäre dringend nötig: Der Aktienrückkauf käme den Investoren zugute, Übernahmen hingegen würden sich gegebenenfalls positiv auf die Einnahmen auswirken. Diese stiegen im jüngsten Berichtszeitraum nur von 233 Millionen auf 239 Millionen Dollar. Damit konnten immerhin die Erwartungen der Wallstreet übertroffen werden. Mit Linux-Produkten setzte Novell 19 Millionen Dollar um (plus 83 Prozent), der Bereich Identity- und Access-Management steigerte sich um fünf Prozent auf 23 Millionen Dollar. Die Einnahmen in anderen Segmenten schrumpften.

Für sein Gesamtjahr 2007 stutzte Novell die Umsatzprognose auf 925 Millionen bis 955 Millionen Dollar. Der Konzern begründete dies mit dem bereits getätigten Verkauf einer Consulting-Sparte. (ajf)