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Novell beansprucht doch Copyright an Unix

23.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach vertraglichen Verwicklungen zu Beginn dieses Jahres (Computerwoche online berichtete) ist Novell inzwischen wieder zu dem Schluss gekommen, es selbst - und nicht die SCO Group - dürfe das Copyright an Unix für sich reklamieren. In einer gestrigen Stellungnahme erklärt das in Provo, Utah, ansässige Unternehmen, es habe auch nach dem Verkauf von Unix an den SCO-Vorläufer Caldera das Copyright auf Teile des System-V-Codes beantragt und auch erhalten. In dem Statement findet sich auch ein Verweis auf eine Korrespondenz zwischen Novells Generaljustiziar Joseph LaScala und SCO, in der die Übertragung des Unix-Copyrights an SCO aufgrund nicht erfüllter

Konditionen bestritten wird.

SCO wies Novells Ansprüche umgehend zurück. CEO Darl McBride erklärte in einer Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis seiner Firma, man werde mit den gebotenen Mitteln rechtlich dagegen vorgehen. Novell werde von IBM unterstützt (hier spielte McBride auf eine kürzliche Finanzspritze von 50 Millionen Dollar an), gegen das SCO im März dieses Jahres eine Riesenklage angestrengt hatte, weil Big Blue angeblich zentralen Unix-Code unerlaubt an die Linux-Community weitergereicht haben soll. (tc)