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Novasoft leidet unter "schlechter Auftragsqualität"

04.08.2004

Das SAP-Beratungshaus Novasoft AG hat im zweiten Quartal 2004 einen Umsatzrückgang verbucht. Die Heidelberger führen das schwache Abschneiden primär auf den starken Preis- und Margendruck bei Altaufträgen zurück, sehen aber für die zweite Jahreshälfte wieder eine deutlich bessere Auftragsqualität.

Wie das Unternehmen bekannt gab, sanken die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 14,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 751.000 Euro, unter dem Strich erzielte Novasoft einen Nettoprofit von 200.000 Euro oder ein Cent pro Aktie. Im Vorjahresquartal hatte das Beratungshaus einen Ebit-Gewinn von 648.000 Euro geschrieben, der Nettoüberschuss hatte sich auf 151.000 Euro belaufen. Ein direkter Vergleich mit dem aktuellen Ergebnissen ist allerdings nicht möglich, da Novasoft seit Beginn 2004 gemäß IFRS bilanziert und somit planmäßige Goodwill-Abschreibungen wegfallen.

Laut Novasoft waren im aktuellen Berichtszeitraum erste Anzeichen einer Belebung des IT-Marktes zu sehen. So sei es dem Unternehmen gelungen, wieder mehr Großprojekte an Land zu ziehen und sich bei Vertragsabschlüssen dem Preisdruck des Vorjahrs zu entziehen. Allerdings bekam das SAP-Beratungshaus insbesondere in Deutschland weiterhin die Konsequenzen der harten Verhandlungen bei Altaufträgen zu spüren: Wegen der Investitionszurückhaltung der Kunden schrumpften die Einnahmen hierzulande um mehr als ein Viertel auf 4,5 Millionen Euro. Dagegen steigerte sich der Umsatz im europäischen Ausland um gut zehn Prozent auf 8,75 Millionen Euro. Das außereuropäische Geschäft spielte mit 1,2 Millionen Euro oder sieben Prozent der Gesamterlöse keine wesentliche Rolle.

Bei weiterer Markterholung geht Novasoft nach wie vor davon aus, Umsatz und Ebit-Marge im Gesamtjahr 2004 steigern zu können. 2003 hatte das Unternehmen einen Einnahmenrückgang um 15 Prozent auf 61,4 Millionen Euro verbucht. Der Ebit-Profit fiel gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Millionen auf 2,8 Millionen Euro, das entspricht einer operativen Gewinnspanne von 4,6 Prozent (Computerwoche.de berichtete). (mb)