Notebook-Sicherheit verlangt Aufwand

17.10.2006
Von Annette Wiedemann
Antivirensoftware und Windows-Passworte genügen nicht mehr, um die Daten auf den tragbaren Computern zu schützen.

Unterwegs zum nächsten Meeting noch schnell die Präsentation überarbeiten oder die Zahlen kontrollieren - welcher Geschäftsreisende nutzt nicht die Zeit, die er im Zug, im Flugzeug oder in Wartehallen verbringt, um "Papierkram" oder die E-Mail-Korrespondenz zu erledigen? Büroarbeit eben - nur nicht hinter den Türen des Büros.

Hier lesen Sie …

  • mit welchen Mitteln Notebook-Daten zu schützen sind;

  • wie der Zugang zum Mobilrechner zu reglementieren ist;

  • was sonst noch die Sicherheit erhöht.

Die Reisezeit wird zur Arbeitszeit, allerdings im öffentlichen Raum und nicht im geschützten Büro. Sichtschutzfilter verhindern zumindest das Mitlesen der Bildschirminhalte.
Die Reisezeit wird zur Arbeitszeit, allerdings im öffentlichen Raum und nicht im geschützten Büro. Sichtschutzfilter verhindern zumindest das Mitlesen der Bildschirminhalte.

Vertrauliche Unternehmensdaten können viel schneller in fremde Hände geraten, als den meisten Notebook-Nutzern bewusst ist. Was passiert, wenn das mobile Arbeitsgerät gestohlen wird? Wie können Daten gesichert werden für den Fall, dass die Festplatte beschädigt wird? Oder wie lässt sich verhindern, dass der Sitznachbar mitliest?

Um ein Notebook und die darauf befindlichen Daten möglichst umfassend zu schützen, reicht es nicht, die neueste Antivirensoftware aufzuspielen und ein komplexes Passwort für die Windows-Anmeldung zu ersinnen. Erst mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Software, Hardware, Unternehmensnetz und den Benutzer einbezieht, können sich Anwender wirklich absichern. Die zu schützenden Daten sind entweder auf der lokalen Festplatte gespeichert oder werden über das Unternehmensnetz abgerufen. Um das Notebook zu sichern, muss der Nutzer dreierlei tun: den Zugriff auf das System kontrollieren, die lokale Festplatte sichern und das Notebook schützen.

Die Zugriffskontrolle ist die gebräuchlichste und für den Anwender einfachste Art, ein Notebook und die darauf befindlichen Daten abzudichten. Dazu zählt die Windows-Passwortabfrage ebenso wie der bio- metrische Fingerabdruck-Scanner oder ein USB-Token. Der Benutzer kann sein Arbeitsgerät aber noch weitaus gezielter schützen.

Eingebaute Sicherheit

Die Sicherheitslösungen, die für Notebook-Clients am weitesten verbreitet sind, konzentrieren sich auf das Betriebssystem. Wer darüber hinausgehen und möglichst viele Sicherheitsbereiche abdecken möchte, um das Netz und die Daten zu schützen, setzt deshalb auf eingebaute Sicherheitslösungen, die viele Hersteller "ab Werk" liefern.