Notebook im Test: Sony VGN-AR51J

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Sony VGN-AR51J ist mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausgestattet und somit für die High-Definition-Zukunft gerüstet. Wir haben seine Multimedia-Fähigkeiten getestet.

Geschwindigkeit: Das Abspielen von HD-Filmen stellt den Core 2 Duo T7250 (2 GHz) im Sony VGN-AR51J vor keinerlei Probleme. Zusätzlich entlastet der Geforce 8400M GT den Prozessor beim Decoding der Videodateien. Trotz der langsam drehenden Festplatte von Hitachi (4200 Umdrehungen pro Minute) absolvierte das VGN-AR51J die Office-Tests des Sysmark 2007 recht schnell, bei Bild- und Videobearbeitung landete es dagegen nur im Mittelfeld. Bei älteren 3D-Spiele reichte die Grafikleistung zum ruckelfreien Spielen in der maximalen Auflösung (1440x900).

Ausstattung: Das Blu-Ray-Laufwerk im Sony VGN-AR51J kann BD-Medien nur lesen, nicht beschreiben. Allerdings brennt es alle DVD-Formate. Die Hardware-Ausstattung überzeugt insgesamt: 250-GB-Festplatte, viel vorinstallierte Software – aber kein Recovery-Medium -, eine Web-Cam, die Bilder mit 1280x 1024 Pixel aufnimmt, sowie Gigabit-LAN und 11n-WLAN, aber kein Bluetooth. Viele Schnittstellen verbergen sich hinter einer Plastikfront – zum Beispiel der HDMI-Ausgang auf der rechten Gehäuseseite. Flexibel zeigt sich das VGN-AR51J auch bei der Aufnahme von Peripheriekarten – es unterstützt sowohl PC- als auch Expresscards.

Ergonomie: Für höchste HD-Weihen – sprich: eine native Wiedergabe von 1080p-Material - reicht es beim Display des Sony VGN-AR51J nicht. Das Display zeigt auf 17 Zoll Diagonale maximal 1440 x 900 Bildpunkte (Seitenverhältnis 16:10) – bei täglicher Bildschirmarbeit ist diese niedrigere Auflösung aber angenehm augenschonend. Farben erschienen auf dem spiegelnde Display sehr natürlich, Hauttöne gerieten allerdings etwas blass. Helligkeit und Kontrast lagen für ein Multimedia-Display viel zu niedrig. Ohne Fehl und Tadel absolvierte das VGN-AR51J den Lautstärketest – auch unter voller Last hörte man den Lüfter bei maximal 0,3 Sone kaum.

Handhabung: Sony verzichtet auf einen separaten Ziffernblock – links neben der Tastatur platziert man stattdessen Shortcut-Tasten für die Musik- und Filmwiedergabe. Das Schreibbrett war sehr stabil eingebaut, das Tasten-Feedback war unseren Testern aber zu gering. Gewöhnungsbedürftig: Die Touchpad-Tasten liegen an der vorderen Gehäusefront, und sind nicht in die Handballenablage integriert, wie bei anderen Notebooks üblich. Im Praxisalltag nervte der schlecht erreichbare Auswurfknopf des Blue-Ray-Laufwerks. Da Sony dem VGN-AR51J kein Recovery-Medium beilegt, sollte man sich selbst zwei Sicherheits-DVDs erstellen. Das dafür zuständige Vaio Sicherheitscenter zeigte sich bei unseren Tests allerdings zickig und nervte mit irreführenden Fehlermeldungen über fehlenden Speicherplatz.

Mobilität: Sony spart sich beim VGN-AR51J einen großen Akku. Der eingesetzte Energiespeicher bietet maximal 53 Wh und reichte in unserem Test nur für 1:54 Stunden Akkulaufzeit – obwohl die CPU ständig mit der langsamsten Taktrate lief.

Verarbeitung: Das angenehm zurückhaltende Design des Sony VGN-AR51J mixt helles Schwarz und dunkles Grau. Das Gehäuse ist nicht durchgängig stabil verarbeitet und biegt sich zum Beispiel beim Hochheben spürbar durch. Sony nutzt nur einen Riegel, um den geschlossenen Displaydeckel am Gehäuse zu fixieren – links entsteht daher eine Lücke zwischen Deckel und Gehäuse, in die beim Transport in Rucksack oder Tasche störende Kleinteile rutschen können.

Fazit: Das Sony VGN-AR51J bietet einen günstigen Einstieg in die mobile HD-Welt mit ordentlicher Rechenleistung und Ausstattung. Das Display bietet allerdings keine Full-HD-Auflösung und auch sonst keine ideale Film- und Fernsehqualität.