Notebook im Test: Dell Latitude D630

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Notebooks mit 14-Zoll-Display sind derzeit die Favoriten bei Business-Anwendern: Dell hebt mit dem Latitude D630 seine entsprechende Modellreihe auf die Santa-Rosa-Plattform.

Geschwindigkeit: Trotz eines Core 2 Duo T7500 (2,2 GHz) gehörte das Dell Latitiude D630 nicht zu den schnellsten Notebooks mit Intels Santa-Rosa-Technik. Bei den System-Benchmarks bremste die nicht besonders schnelle Festplatte sowie die integrierte Grafik. In prozessorlastigen Tests, die beide Rechenkerne verwenden - etwa Cinebench - scheint Windows XP der Schuldige zu sein: Das Dell Latitude D630 war hier nur so schnell wie Vista-Notebooks mit T7300 (2 GHz). Im Bios lässt sich übrigens Intels Dynamic Acceleration ausschalten – im Test brachte es bei Einzelkern-Anwendungen rund sieben Prozent Tempoplus. Wenn die CPU nur einen Rechenkern auslastete, war der T7500 übrigens entsprechend der höheren Taktrate tatsächlich rund 10 Prozent schneller als der T7300.

Ausstattung: Das Dell Latitude D630 ist auf Business-Kunden zugeschnitten – und die bekommen eine komplette Kommunikations-Ausstattung. Das Notebook bietet Gigabit-Ethernet, 11n-WLAN, Bluetooth sowie die Option, per UMTS/HSDPA-Modem mobil online zu gehen – zum Sim-Karten-Wechsel muss man allerdings den Akku entfernen. Auch bei den Schnittstellen weist der Mobilrechner von Dell eine geschäftskundenfreundliche Konfiguration auf mit seriellem Port, Smart-Card-Leser sowie Docking-Anschluss, aber nur VGA-Anschluss für einen Monitor – eine passende Docking-Station mit DVI-Ausgang kostet 130 beziehungsweise 230 Euro (mit zusätzlichem Wechselschacht und integrierter Stromversorgung). Je zwei USB-Ports liegen eng übereinander.

Mobilität: Hier kann das Dell Latitude D630 glänzen. Es läuft knapp 4,5 Stunden und verbraucht unter 13 Watt – unter Windows XP ist die neue Centrino-Plattform also trotz höherer Leistung so sparsam wie der Vorgänger. Außerdem ist das 14-Zoll-Notebook mit 2,44 Kilogramm deutlich leichter als Kollegen mit 15,4-Zoll-Display.

Ergonomie: Die Qualität des nicht-spiegelnden Displays war ordentlich. Es bietet eine angenehm hohe Auflösung, die aber die Augen auch bei längerem Arbeiten nicht anstrengt. Die Leuchtdichte liegt hoch genug für die Arbeit am Schreibtisch und ist sehr gleichmäßig verteilt. Farben stellte das Dell Latitude D630 kräftig dar, auch der Kontrast genügt den Anforderungen für Office-Arbeit. Lediglich auf Gruppenvorführungen am Display sollte man beim Dell Latitude D630 aufgrund des recht schmalen stabilen Blickwinkels verzichten. Der Lüfter lief fast ständig, war aber stets sehr leise. Allerdings erwärmte sich das Notebook im Dauerbetrieb auf der Unterseite spürbar.

Handhabung: Der Mauszeiger lässt sich beim Dell Latitude D630 sowohl per Touchpad wie Trackpoint sehr bequem steuern. Die Tastatur ist stabil eingebaut und bietet einen sehr deutlichen Druckpunkt.

Verarbeitung: Das Gehäuse hinterließ insgesamt einen stabilen Eindruck – nur die linke Handauflage knarzte vernehmlich unter Druck und die Abdeckung oberhalb der Tastatur sprang recht leicht heraus, wenn man an den Display-Scharnieren wackelte.

Fazit: Lange Akkulaufzeit und dreijähriger Service – das Dell Latitude D630 überzeugt bei den wichtigsten Kriterien für ein Business-Notebook und leistet sich in den anderen keine Schwäche.