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Norwegische Regierung kündigt Microsoft-Vertrag

15.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die norwegische Regierung hat einen Vertrag mit Microsoft gekündigt, der die Ausstattung von öffentlichen Einrichtungen mit Software vorsah. Anbieter von Open-Source-Programmen sollen es nun leichter haben, Angebote zu erstellen, sagte der Minister für Arbeit und öffentliche Verwaltung, Victor Norman. Nach Ansicht des Ministers kann der Einsatz von quelloffener Software, insbesondere Linux, den Wettbewerb fördern. Damit diese Anwendungen eine echte Chance hätten, werde der bestehende Vertrag mit Microsoft nicht verlängert. Zur Zeit kommt 95 Prozent der in der öffentlichen Verwaltung eingesetzten Software aus Redmond. Die norwegische Microsoft-Vertretung bezeichnete die Kündigung als "nicht sehr dramatisch", berichtet die Financial Times Deutschland. Der öffentliche Sektor mache 30 Prozent des Software-Geschäfts in Norwegen aus. Der nun gekündigte Vertrag habe den

Behörden lediglich Rabatte beim Softwarekauf eingeräumt. Abnahmeverpflichtungen habe es nicht gegeben. (lex)