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Nortel kämpft weiter mit den Büchern

16.06.2004

Der kanadische Netzwerkausrüster Nortel Networks ist nach wie vor mit der Kontrolle und Revision seiner Bilanzen beschäftigt. Wie das Unternehmen aus Brampton, Ontario, mitteilt, macht es bei dem Abschluss der Arbeit weiterhin Fortschritte. Wegen der Komplexität der Untersuchung und des großen Umfangs der neu zu bewertenden Ergebnisse erfordere die Revision aber einen enormen Zeitaufwand. Man bemühe sich jedoch, den Prozess so schnell wie möglich abzuschließen.

Nortel hatte Mitte März vor einer möglichen Berichtigung der vorläufigen Jahresergebnisse 2003 gewarnt. Ende April setzten die Kanadier dann ihren CEO Frank Dunn, Finanzchef Douglas Beatty sowie den für Bilanzen zuständigen Michael Gollogly vor die Tür. Gleichzeitig teilte Nortel mit, eine Reihe von Quartalsbilanzen der vergangenen drei Jahre revidieren zu müssen.

Wegen des Verdachts auf Falschbuchung ermitteln derzeit die US-amerikanischen und kanadischen Regulierungsbehörden gegen Nortel. Mitte Mai legte die kanadische Börsenaufsicht Ontario Securities Commission (OSC) fest, dass die Company alle vierzehn Tage über die Fortschritte bei der Revision der Jahresabschlüsse Bericht erstatten muss. Anfang Juni teilte Nortel in einem ersten Report an die OSC mit, dass frühestens im Juli mit der Bekanntgabe des Jahresabschlusses 2003, der Zahlen für das erste Quartal 2004 sowie der revidierten Bilanzen für die Jahre 2001 und 2002 zu rechnen sei (Computerwoche.de berichtete). (mb)